Klopp zerstört mourinho-träume: „real? nie angerufen!“
Jürgen Klopp lächelt wieder. Doch diesmal nicht, weil er einen Gegner zerlegt hat – sondern weil er endlich die Wahrheit sagt. Seit 14. Januar trägt der 57-Jährige im Hangar-7-Flughafen von Salzburg die Krawatte von Red Bull, nicht die von Real Madrid. Und das war nie sein Plan.

Die lügen, die ihm aufhalst wurden
„Wenn Real Madrid anrufen würde, wüsste ich es“, sagt er trocken, während er bei Magenta TV in Frankfurt den Champagnerglas wegstellt. „Aber sie haben nie angerufen. Nicht einmal mein Berater.“ Kein einziges Mal. Die spanischen Boulevard-Blätter hatten ihn Wochen lang als heimlichen Nachfolger von Carlo Ancelotti gehandelt. Jetzt ist die Seife geplatzt.
Das Gleiche gilt für die DFB-Elf. „Ich habe es tausendmal gesagt: Momentan denke ich nicht daran. Es gibt keinen Grund.“ Bundestrainer Julian Nagelsmann kann also aufatmen – zumindest bis zur WM 2026.
Klopp ist seit Juni 2024 trainingsfrei. Das ist für ihn so ungewohnt wie ein 0:0 ohne Pressing. 23 Jahre lang hat er Mainz, Dortmund und Liverpool in höchste Tugenden gehammert. Nun ist er Global Head of Soccer bei Red Bull, eine Art Fußball-Director für Leipzig, Salzburg, New York und Brasilien. Trotzdem: Der Coach in ihm ist nicht tot.
„Ich bin noch nicht am Ende als Trainer“, betont er. Die Formulierung klingt wie ein Seitenhieb auf alle, die ihn bereits zur Rente schicken wollten. Klopp will zurück auf die Bank – nur nicht jetzt und schon gar nicht nach Madrid. Die nächsten 18 Monate nutzt er, um Talente zu scouten, Daten zu fressen und neue Trainingsmethoden zu testen. „Wenn ich wieder an der Linie stehe, will ich brennen wie nie zuvor.“
Die Frage ist nicht, ob er zurückkommt. Die Frage ist, wer sich mit ihm einlässt. Und ob dieser Klub bereit ist, für einen Mann zu bauen, der keine Halbheiten kennt. Die Uhr tickt – lautlos, aber unerbittlich.
