Klopp und müller ratlos: australiens riskante aufstellung gegen die usa

Die Überraschung war groß im MagentaTV-Studio: Jürgen Klopp und Thomas Müller, prominente Experten für die WM, standen vor einem Rätsel, als sie die Startaufstellung der australischen Nationalmannschaft gegen die USA (0:2) analysierten. Ein Wechsel, der selbst den erfahrenen Fußballprofis Kopfzerbrechen bereitete.

Taktische schachzüge oder blanker zufall?

Taktische schachzüge oder blanker zufall?

Schon bei der Frage des Moderators Johannes B. Kerner, ob eine „etwas überraschende“ Aufstellung vorliege, war klar, dass hier mehr als nur eine leichte Kurskorrektur im Spiel war. Müller konterte prompt: „Hast du das jemals gemacht? Es wurden die beiden Torschützen vom ersten Spiel einfach ausgetauscht!“ Irankunda und Metcalfe, die im ersten Spiel gegen die Türkei für die Tore gesorgt hatten, standen nicht in der Anfangself. Stattdessen setzten die Australier auf Leckie und Velupillay – eine Entscheidung, die aufhorchen ließ.

Klopp versuchte, die Verwirrung zu zerstreuen: „Naja, ist komisch, natürlich. Aber es geht ja ein bisschen darum: Er hat eine Mannschaft und Leckie ist zumindest jemand, der Irankunda nicht ähnlich ist, aber der in einer ähnlichen Art und Weise spielt. Es geht darum, wen man jetzt da haben möchte, wie man anfangen und das Spiel beenden will.“ Die These des ehemaligen Liverpool-Trainers: Popovic rechnet vermutlich damit, Irankunda später ins Spiel zu bringen, wenn es eng wird und ein entscheidender Impuls gebraucht wird. Aber: Die Rechnung ging nicht auf.

Die USA nutzten die veränderte Dynamik im australischen Spiel sofort aus. Das Team von Tony Popovic fand kaum Mittel gegen die entschlossenen Amerikaner und verlor deutlich mit 0:2. Klopp brachte es auf den Punkt: „Australien findet gar nicht statt.“

Die Entscheidung, auf zwei Schlüsselspieler des ersten Spiels zu verzichten, wirkt im Nachhinein wie eine riskante Wette, die sich nicht ausgezahlt hat. Es bleibt abzuwarten, ob Popovic sich für die taktische Umstellung verantworten wird oder ob er die Flexibilität seiner Mannschaft in zukünftigen Spielen anders einsetzen wird. Die WM-Bühne ist unbarmherzig - und manchmal entscheiden überraschende Entscheidungen über Erfolg und Misserfolg.