Schock in santa clara: türkei scheitert an paraguay – wm-traum platzt!

Die türkische Nationalmannschaft muss sich mit einer herben Enttäuschung von der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 verabschieden. Im alles entscheidenden Gruppenspiel gegen paraguay setzte es eine 0:1-Niederlage, die die Hoffnungen auf ein Weiterkommen im Keim erstickte. Ein Blitz von Matias Galarza nach knapp zwei Minuten besiegelte das vorzeitige Aus.

Emotionale achterbahnfahrt und rote karte

Das Spiel in Santa Clara verlief von Anfang an hitzig. Bereits nach 64 Sekunden traf Galarza mit einem kapitalen Fehler der türkischen Abwehr zum 1:0 für Paraguay. Die Türkei versuchte zwar, schnell zu antworten, doch die südamerikanische Abwehr stand sicher. Ein weiteres Highlight war die umstrittene Rote Karte für Miguel Almiron in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Der Mittelfeldspieler sah nach einem hitzigen Wortwechsel mit Mert Müldür und nach Eingreifen des Video-Assistenten die rote Karte – ein Wendepunkt, der die ohnehin schwierige Situation der Türkei weiter verschärfte. Trainer Vincenzo Montella kann sich nun fragend zurücklehnen: Wie konnte es so weit kommen?

Obwohl die Türkei in der zweiten Halbzeit kurzzeitig Druck ausübte, fand sie kaum Lösungen gegen die kompakt stehenden Paraguayer. Ein Kopfball von Müldür an die Latte (35.) ließ kurz Hoffnung aufkommen, doch Paraguay verteidigte leidenschaftlich. Die Partie entwickelte sich zu einem zermürbenden Geduldsspiel für die Türkei, während Paraguay vor allem mit schnellen Umschaltaktionen gefährlich blieb.

Kritik in der heimat und bittere erkenntnisse

Kritik in der heimat und bittere erkenntnisse

Die Niederlage gegen Paraguay bedeutet, dass die Türkei bereits in der Vorrunde ausgeschieden ist. Das dritte WM-Teilnahme des Landes endet jäh und wird in der Heimat mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer hitzigen Debatte führen. Die Auftaktpleite gegen Australien (0:2) hatte bereits für Unruhe gesorgt, nun ist die Enttäuschung perfekt. Montellas Forderung nach Respekt und Solidarität für seine Spieler wird angesichts dieses frühen Ausscheidens kaum erfüllt werden. Die Co-Gastgeber Paraguay hingegen können von diesem Sieg profitieren und träumen weiter von der K.o.-Runde.

Die Türkei muss nun die Ursachen für die enttäuschende Leistung analysieren. Die Mannschaft um den jungen Arda Güler zeigte zwar Phasen von Engagement, wirkte aber insgesamt zu ungestüm und fand keine spielerische Lösung gegen die abgebrühte Defensive Paraguays. Die WM 2026 ist für die Türkei ein Weckruf – eine Lehrstunde in Sachen Effizienz und taktischer Disziplin.