Türkischer wm-albtraum: fehlende chancen und bittere niederlage!
San Francisco – Die Türkei ist ausgeschieden. Ausgeschieden bei der WM 2026, und zwar auf die bittere Art und Weise. Nach dem glücklosen 0:2 gegen Australien folgt nun die ebenso unglückliche 0:1-Niederlage gegen Paraguay – ein Spiel, das mehr als nur eine Enttäuschung für die Fans darstellt. Die Hoffnung auf ein Weiterkommen in der Gruppe D ist damit zerplatzt, und die türkische Nationalmannschaft muss sich bereits früh von diesem Turnier verabschieden.
Die chancen sprachen für einen sieg
Mit insgesamt 28 Torschüssen gegen Paraguay demonstrierte die Türkei zwar Angriffslust, doch die Umsetzung ließ zu wünschen übrig. Der Ball wollte einfach nicht im Netz der Südamerikaner zappeln. Ein Schlüsselmoment war sicherlich der Lattenschuss von Mert Müldür in der 35. Minute – eine Szene, die das bittere Schicksal des türkischen Teams auf den Punkt brachte.
Doch es war nicht nur das Unglück, das den Türken zu schaffen machte. Die Hektik im eigenen Spiel, das Verkennen besserer Optionen und die unpräzisen Abschlüsse sorgten dafür, dass die Torchancen verpufften. Kenan Yildiz und Arda Güler, zwei der größten Hoffnungen der türkischen Offensive, konnten ihre beeindruckende Form aus ihren Vereinen Juventus Turin und Real Madrid bei diesem Turnier nicht abrufen. Der Druck war offensichtlich spürbar.

Überzahl keine hilfe
Die rote Karte für Miguel Almirón in der zweiten Halbzeit hätte eigentlich eine Chance für die Türkei darstellen können, das Spiel zu drehen. Doch anstatt den Druck zu erhöhen, führte die Überzahl zu noch mehr Hektik und unüberlegten Aktionen. Die türkischen Spieler wirkten zunehmend frustriert, und die Paraguayer konnten sich sicher auf die Konter verlassen.
Die Tatsache, dass gleich zehn türkische Spieler mindestens einen Torschuss abgegeben haben, verdeutlicht die Verteilung der Verantwortung für das Scheitern. Es war ein kollektives Versagen, das die Türkei am Ende in die Knie zwang. Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: 33 Torschüsse gegen Paraguay, aber kein einziger Treffer. Ein Ergebnis, das für die Fans kaum zu ertragen ist.
Die Enttäuschung war besonders groß, als der paraguayanische Innenverteidiger Demiral in der Nachspielzeit freistehend am Fünfmeterraum knapp neben das Tor köpfte. Die Tränen in seinen Augen spiegelten die tiefe Frustration wider, die in der Mannschaft herrschte. Es war ein symbolischer Moment für das Scheitern der Türkei bei der WM 2026.
Die Reise der türkischen Nationalmannschaft bei der WM 2026 ist damit zu Ende. Ein frühes Aus, das viele Fragen aufwirft und eine kritische Auseinandersetzung mit der Leistung der Mannschaft notwendig macht. Die Fans werden lange über diese bittere Niederlage nachdenken müssen. Aber eines ist klar: Die Türkei muss sich neu finden, um in Zukunft wieder eine ernstzunehmende Rolle im internationalen Fußball zu spielen.
