Klöckner feuert dfb-elf an: polit-einsatz beim wm-finale?

New Jersey bebte bereits, aber nicht nur wegen der erwarteten Kulisse im MetLife Stadium. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) wird am Donnerstagabend beim letzten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador auf der Tribüne sitzen, um die Mannschaft anzufeuern. Ein ungewöhnlicher, aber willkommener politischer Rückhalt inmitten des WM-Trubels.

Diplomatie und fußball: ein ungewöhnliches zusammenspiel

Diplomatie und fußball: ein ungewöhnliches zusammenspiel

Die Reise der Bundestagspräsidentin nach New York ist offiziell mit politischen Gesprächen verbunden, darunter Treffen mit UN-Generalsekretär António Guterres und der deutschen Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen, Annalena Baerbock. Doch der Besuch im MetLife Stadium, der auch als Austragungsort des WM-Finales am 19. Juli dient, ist offenbar mehr als nur ein Zufall. Klöckner nutzte ihre Anwesenheit, um der DFB-Elf ihre Unterstützung zu zeigen.

Die Stimmung im deutschen Lager ist entspannt. Nach den klaren Siegen gegen Curacao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) ist der Einzug ins Sechzehntelfinale bereits perfekt. Da heißt es, das Spiel gegen Ecuador zu nutzen, um die Form zu überprüfen und sich optimal auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Ob Klöckners Anwesenheit zusätzlichen Druck oder vielleicht sogar Glück bringt, bleibt abzuwarten.

Die Entscheidung für dieses Spiel als Besuchsort ist durchaus strategisch. Während die politischen Verpflichtungen in New York liegen, bietet das Gruppenspiel gegen Ecuador die Möglichkeit, die Nationalmannschaft in einer vergleichsweise entspannten Atmosphäre zu unterstützen. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung und ein Beweis dafür, dass die Politik die Leistungen des deutschen Fußballs anerkennt. Die Frage, ob sich Klöckner auch beim Finale im MetLife Stadium blicken lässt, bleibt vorerst unbeantwortet; die politischen Termine in New York könnten dies jedoch erschweren.

Die Zahl der Tickets für das Finale sind bereits vergriffen. Ein politischer Besuch würde die ohnehin große Aufmerksamkeit auf das Spiel noch weiter erhöhen – willkommen oder nicht, das wird die Zeit zeigen.