Kinderfußball bei 37 grad? ein skandal!

Die Temperaturen klettern, die Kunstrasenplätze glühen – und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) scheint die Gesundheit unserer Kinder zu ignorieren. Während in anderen Regionen die Sommerpause bereits eingeläutet wurde, finden in Baden-Württemberg am Wochenende noch Meisterschaftsspiele im Kinder- und Jugendfußball statt. Eine Entscheidung, die für Entsetzen sorgt und die Frage aufwirft: Wo bleibt die Verantwortung?

Die verbände schieben die verantwortung ab

Die Landesverbände Württembergischer, Badischer und Südbadischer Fußballverband verweisen unisono auf die Vereine und Schiedsrichter. Diese sollen die Hitzeregelungen des DFB vor Ort umsetzen. Eine Ausflucht, die kaum durchgeht. Die Verbände haben eine klare Richtlinie herauszugeben: Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius muss der Spielbetrieb eingestellt werden. Das ist kein Verhandlungssache, sondern eine Frage des Schutzes der jungen Sportler.

Die Eltern sind natürlich aufgefordert, ihre Kinder von solchen Spielen fernzuhalten. Aber können wir wirklich darauf vertrauen, dass alle Eltern sich dieser Verantwortung bewusst sind und entsprechend handeln? Gerade bei den jüngeren Jahrgängen ist der Druck der Trainer und Vereine oft enorm. Ein Ausfall eines Spiels kann im Abstiegskampf oder bei der Meisterschaftsvergabe fatale Folgen haben. Da wird der Gesundheit der Kinder schlichtweg untergeordnet.

Die Situation ist alarmierend: Kunstrasenplätze, die sich bei 37 Grad Celsius zu einer glühenden Ödnis entwickeln. Kinder, die sich bei der Hitze überanstrengen und unter Hitzschlag leiden könnten. Und Verbände, die lieber ihre eigene Verantwortung abwälzen, als eine unpopuläre Entscheidung zu treffen.

Ein klares signal ist gefragt

Ein klares signal ist gefragt

Es braucht nicht nur eine Sensibilisierung der Vereine und Eltern, sondern vor allem ein klares Signal seitens der Verbände. Die Spiele am Wochenende müssen abgesagt und verschoben werden. Es ist nicht hinnehmbar, dass Kinder und Jugendliche bei solchen Temperaturen einem unnötigen Risiko ausgesetzt werden. Der Fußball muss sich seiner Verantwortung stellen und die Gesundheit der jungen Spieler über den sportlichen Erfolg stellen.

Die organisatorischen Aufwendungen für eine Verschiebung sind gering im Vergleich zu den möglichen gesundheitlichen Folgen. Es geht um die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Kinder. Und das sollte für alle Beteiligten oberste Priorität haben. Denn am Ende des Tages ist der Fußball doch nur ein Spiel – und das Leben unserer Kinder unendlich wertvoller.