Kenias afrika-cup-träume: kölns maina im visier!
Ein überraschender Transfercoup könnte für Kenia bevorstehen: Der kenianische Verband hat mehrere deutsche Profis ins Visier gefasst, allen voran Linton Maina vom 1. FC Köln. Nationaltrainer Benni McCarthy will den Flügelspieler unbedingt für sein Team gewinnen und reist dafür bald nach Deutschland.

Die hintergründe des coups
Kenia, gemeinsam mit Uganda und Tansania Gastgeber des Afrika-Cups im kommenden Jahr, sucht händeringend nach Möglichkeiten, die eigene Mannschaft zu verstärken. Die jüngsten Qualifikationsverhindern für Großereignisse waren enttäuschend, doch mit dem Heimvorteil im Blick will man nun neue Wege gehen. McCarthy, ein erfahrener Trainer mit Vergangenheit in England und Portugal, sieht in Maina eine vielversprechende Option, um die Offensive zu beleben.
Das Besondere an dieser Sache: Maina, dessen Vater kenianischer Abstammung ist, hat bisher ausschließlich für deutsche Jugendnationalmannschaften gespielt – von der U16 bis zur U20. Er ist ein schneller und technisch versierter Spieler, der dem kenianischen Team sicherlich neue Impulse geben könnte. Aber es ist nicht nur Maina, der McCarthy ins Auge fällt. Auch Sadiki Chemwor, derzeit noch in der Jugendabteilung der Bayern, und der Angreifer Andre Gitau, der eine US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt und bei Mainz 05 in der zweiten Mannschaft spielt, stehen auf der Liste der potenziellen Neuzugänge.
Die Verpflichtung von Spielern aus Europa ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Kenia seine Ambitionen für den afrika-cup ernst meint. Die bisherige Strategie, auf lokale Talente zu setzen, hat sich offenbar nicht als erfolgreich erwiesen, und nun will man mit gezielten Transfers aus dem Ausland nachlegen. Es bleibt abzuwarten, ob McCarthy seine Überzeugungsarbeit bei Maina und den anderen Spielern erfolgreich sein wird, aber die Reise nach Deutschland zeigt, dass der kenianische Verband bereit ist, viel zu investieren, um im eigenen Land erfolgreich zu sein.
Die Herausforderungen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Maina und die anderen Spieler müssen erst einmal von der Idee überzeugt werden, für Kenia zu spielen, und es ist auch fraglich, ob sie sich schnell genug in das kenianische Team integrieren können. Aber wenn es gelingt, könnte dies der Beginn einer neuen Ära für den kenianischen Fußball sein – eine Ära, in der kenianische Spieler in Europa und anderswo auf der Welt für ihr Land kämpfen.
Ein Blick auf die Statistik verdeutlicht die Notwendigkeit eines Umbruchs: In den letzten Jahren verpasste Kenia mehrfach die Qualifikation für den afrika-cup und auch für die Weltmeisterschaft. Mit dem Heimturnier vor der Tür und dem Wunsch nach einem erfolgreichen Abschneiden, ist der Druck hoch. Ob die Verpflichtung von Maina und Co. tatsächlich zum Erfolg führen wird, wird die Zeit zeigen. Fest steht: Kenia setzt alles auf eine Karte, um die Gastgeberrolle bestmöglich zu nutzen.
