Keenan triumphiert in aachen: us-reiterin dominiert beim ersatzturnier
Aachen – Lillie Keenan aus den USA hat bei dem hochkarätig besetzten Ersatzturnier in Aachen die Qualifikation für den Großen Preis gewonnen. Mit einer beeindruckenden Vorstellung auf ihrem Pferd Kick on setzte sie sich im Stechen gegen die internationale Konkurrenz durch und ließ den zweitplatzierten Belgier Abdel Said mit Wathnan deutlich hinter sich.

Deutsche hoffnung auf andré thieme
Für die deutsche Mannschaft war André Thieme mit Paule der beste Starter, der sich mit einem soliden Ritt auf Rang sieben platzieren konnte. Richard Vogel hingegen hatte mit Phenyo Pech, als er nach einem Abwurf auf dem 19. Platz landete. Die Ausgangslage für das prestigeträchtige Turnier ist damit klar definiert: Keenan präsentierte sich als die Frau, die man im Auge behalten muss.
Das Turnier in Aachen, das dieses Jahr unter dem Namen „Tschio“ ausgetragen wird, steht ganz im Zeichen des bevorstehenden Weltmeisterschaft im August. Da die Teamwettbewerbe ausfallen, darf die Veranstaltung offiziell nicht den Namen CHIO tragen. „Wir hätten uns dieses Jahr nicht so nennen dürfen“, erklärte Birgit Rosenberg, die Sportchefin von Aachen, in einem Interview. Der Name Tschio, eine umgangssprachliche Abkürzung, ist den Aachenern ohnehin vertraut.
Die Aussichten auf den Großen Preis sind verlockend: Der amtierende Europameister kann bei einem Sieg nicht nur ein Drittel des Preisgeldes von 1,5 Millionen Euro, sondern auch einen Bonus aus der Grand-Slam-Wertung kassieren. Hat er bereits bei den Dutch Masters in ’s-Hertogenbosch gewonnen, winkt ihm ein zusätzlicher Bonus von 500.000 Euro. Bei weiteren Siegen bei den Grand-Slam-Turnieren in Calgary und Genf würde sich dieser Bonus sogar auf zwei Millionen Euro steigern – eine Motivation, die seinesgleichen sucht. Die Spannung im Aachener Springstadion ist greifbar, und die Zuschauer dürfen ein hochklassiges Turnier erwarten.
Die Entscheidung, das Turnier als „Tschio“ zu bezeichnen, mag für manche überraschend sein, doch sie spiegelt die pragmatische Herangehensweise der Veranstalter wider. Der Fokus liegt klar auf dem sportlichen Wettbewerb und der Vorfreude auf die Weltmeisterschaft im August. Die Zuschauerzahlen sprechen für sich: 250 Pferde aus aller Welt haben sich in Aachen eingefunden, um an den Start zu gehen und ihre Chance auf Ruhm und Ehre zu ergreifen.
