Karlsruhe schockt fürth in letzter sekunde: 3:1 dank doppel-treffer nach 90+3
Wildparkstadion, 90.+7. Minuten. Fabian Schleusener schlägt ein letztes Mal auf. 3:1. Die Anzeigetafel zeigt noch die Nachspielzeit an, doch die Gäste sind längst geschlagen. Der Karlsruher SC wirft sich in den Strudel, während die SpVgg Greuther Fürth den Rückschlag der Saison kassiert.

Fürths aufwärtstrend endet abrupt
Die Franken kamen als formstärkstes Team der Rückrunde, zuletzt zehn Punkte aus vier Spielen, als Tabellen-Aufsteiger. Noel Futkeu traf schon in der 5. Minute und schien die Marschroute vorzugeben. Doch der KSC antwortete nach der Pause durch Rafael Pinto Pedrosa und schwieg dann lange. Bis der Knall kam.
Die Schlussphase entwickelte sich zur Achterbahn. Kapitän Marvin Wanitzek traf den Pfosten, Keeper Hans Christian Bernat parierte gegen Futkeu. Alles schien auf ein Remis hinauszulaufen. Dann setzte Wanitzek einen Freistoß auf den zweiten Pfosten, Shio Fukuda schaltete am schnellsten – 2:1 in der 90.+3. Fürth wollte nochmal, Karlsruhe konterte. Schleusener verwertete eiskalt. 3:1. Punkt. Aus. Weg.
Die Zahlen liegen auf dem Tisch: Elf Punkte Vorsprung auf die Relegation springt der KSC dadurch heraus. Für Fürth bleibt der Boden schwankend: Nur drei Zähler Luft nach unten, die Restprogramm mit Schalke und Paderborn wartet.
Die Stimme aus dem KSC-Lager war klar: „Wir haben gezeigt, dass wir auch mal ein Spiel drehen können, wenn es brennt.“ Auf der Gegenseite nur das trockene Fazit von Fürths Trainer: „Wir haben die Punkte in der Nachspielzeit verschenkt, das tut weh.“
Am Sonntag geht’s weiter. Karlsruhe reist nach Gelsenkirchen, Fürth empfängt Paderborn. Beide Spiele um 13.30 Uhr. Die Liga ist eng, die Uhr tickt. Und wer in der 2. Bundesliga zwei Minuten schläft, wacht kurz darauf mit leeren Händen auf.
