Kane-kritik: legende owen hält bayern-wechsel für fehler!
Schalke – Harry Kane, der englische Fußballgott, scheint trotz seiner Tor-Explosion in der Bundesliga nicht jedermanns Zustimmung zu finden. Der ehemalige Nationalspieler Michael Owen, eine Ikone des englischen Fußballs, hält Kanes Wechsel zum FC Bayern München für einen Karriere-Fehler – und das, obwohl der Angreifer bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada seine außergewöhnliche Torjägerqualitäten unter Beweis stellte.

Ein hochgesang, gefolgt von scharfer kritik
Owen, der in seiner Karriere 89 Länderspiele bestritt und 40 Tore erzielte, begann seine Analyse in höchsten Tönen. Er verglich Kane mit Weltklassespielern wie Lionel Messi und Kylian Mbappé, räumte ein, dass Kane zwar kein Spieler sei, der „einen vom Stuhl reißen“ könne, aber zweifellos der „beste Torjäger der Welt“ sei. Seine Aussage: „Ich nenne ihn ohne Zögern Englands besten Stürmer aller Zeiten.“ Ein Lob, das kaum überschrittener ist. Doch dann kam der Knackpunkt – die Abrechnung mit der Entscheidung für München.
„Mein einziger Kritikpunkt an Harry ist sein Wechsel zu Bayern München. Ich habe das schon damals gesagt und meine Meinung hat sich nicht geändert“, so Owen. Der 46-Jährige argumentiert, dass Kane in der Bundesliga zwar Tore schieße und Titel gewinne, aber sein Talent für etwas Größeres gemacht sei. Er sieht die Bundesliga als eine Liga, die „abgesehen von Bayern ziemlich durchschnittlich“ sei, in der Kane „Woche für Woche für eine Mannschaft spielt, die den Ballbesitz dominiert, das Spielgeschehen beherrscht und Chance um Chance kreiert.“
Die Premier League als Rekordjäger-Bühne
Der ehemalige Liverpool- und Real-Star betont, dass Kane in der Premier League die Chance gehabt hätte, den historischen Torrekord von Alan Shearer (260 Tore) anzugreifen. Kane selbst hält bei 213 Toren für Tottenham Hotspur. Owen sieht diesen Rekord als wichtiger an als die nationalen Titel, die Kane nun mit den Bayern gewinnt – Titel, die Bayern ohnehin „fast immer“ gewinnen würden. Die Champions League könnte Kanes Meinung ändern, doch bis dato bleibt Owen skeptisch.
Was Owen dabei unerwähnt lässt, ist die finanzielle Komponente. Kanes Wechsel zum FC Bayern war auch für ihn selbst ein großer finanzieller Erfolg. Diese pragmatische Betrachtung scheint in Owens idealistischen Vorstellungen über die Karriereplanung eines Top-Athleten untergegangen zu sein. Es bleibt abzuwarten, ob Kane mit dem FC Bayern die Champions League gewinnen kann, um Owen von seinem Weg zu überzeugen. Doch die Aussage des Englischen Fußball-Idols wirft einen interessanten Schatten auf die Karriereentscheidung des Starstürmers.
