Fortuna düsseldorf: arabi krempelt kader massiv um – wer bleibt?
Düsseldorf – Der Trainingsbetrieb ist aufgenommen, die Vorbereitung läuft auf Hochtouren: Samir Arabi, der Sportchef von Fortuna Düsseldorf, arbeitet fieberhaft am Kader für die neue Drittligasaison. Nach dem Abstieg ist ein Umbruch unausweichlich, und die ersten Veränderungen sind bereits deutlich erkennbar. Doch wer wird am Ende dabei sein, wenn es am 7. August um den Wiederaufstieg geht?
Drei neuzugänge, viele abgänge?
Bereits vor dem Trainingsstart gab es personelle Veränderungen: Louis Lord vom Erzgebirge Aue, Torwarttrainer Fynn Müller und der Knipser Eric Hottmann von Jahn Regensburg wurden verpflichtet. Hottmanns Torquote von 13 Treffern in 32 Partien spricht für sich und weckt die Hoffnung auf neue Offensivpower. Doch die Abgänge könnten noch deutlich zahlreicher werden. Sima Suso, dessen Wechselabsichten gemunkelt werden, fehlt bereits im Training, und auch für den U21-Nationalspieler Kilian Sauck, der erst kürzlich von Borussia Mönchengladbach kam, sucht man offenbar einen Abnehmer.
Die Defensive wurde verstärkt Dominique Heintz (1. FC Köln), Steven van der Sloot (ADO Den Haag) und Sascha Risch (Dynamo Dresden) sollen die Abwehr stabilisieren. Im Mittelfeld hofft man auf Miguel Gonçalves (FC Homburg), Jorrit Hendrix (Preußen Münster) und Jomaine Consbruch (Greuther Fürth). Für die Offensive steht neben Hottmann bereits Fabian Schleusener (Karlsruher SC) unter Vertrag. Aus der eigenen U23 wurde der talentierte Stürmer Mechak Quiala Tito mit einem Profivertrag ausgestattet – ein Zeichen für den Nachwuchs, der in Düsseldorf mitgestalten soll.
Doch neben den Neuzugängen steht auch die Frage im Raum, wer aus der alten Mannschaft den Sprung in den neuen Kader schafft. Matthias Zimmermann, einer der wenigen Spieler aus der Abstiegsmannschaft, hat seinen Vertrag verlängert und möchte beim Wiederaufbau helfen. Aber die Konkurrenz ist groß, und nicht alle Spieler werden bleiben.

Torwart-problem und die chance für rehnen
Besonders auf der Torhüterposition besteht noch Handlungsbedarf. Mit dem gerade verpflichteten Louis Lord steht lediglich ein Tormann im Kader. Nikolai Rehnen, der nach seiner Zeit beim SV Sandhausen ein Jahr lang vereinslos war, könnte hier die Lücke füllen. Am Trainingsauftakt hatte er die Möglichkeit, Coach Alexander Ende und sein Trainerteam von seinen Fähigkeiten zu überzeugen. Kann er sich gegen Lord durchsetzen?
„Wir brauchen Köpfe, Tempo, Kreativität und Intensität – all diese Dinge versuchen wir abzudecken“, erklärte Trainer Alexander Ende gegenüber der „Bild“. Die bisher getroffenen Entscheidungen deuten darauf hin, dass Arabi und Ende auf dem richtigen Weg sind, ein schlagkräftiges Team für die neue Saison zusammenzustellen.
Das Testspiel gegen den 1. FC Monheim am Freitag wird zeigen, wie gut sich die neuen Spieler bereits integriert haben und welche Formation das Team in der neuen Saison bedienen wird.
Die kommende Woche wird entscheidend sein: Wer wird noch kommen, wer wird noch gehen? Die Fortuna-Fans dürfen gespannt sein.
