Osaka überrascht in wimbledon – kimono statt konvention!

London – Naomi Osaka hat Wimbledon mit einem außergewöhnlichen Auftritt und einer ebenso souveränen Leistung überrascht. Die ehemalige Weltranglisten-Erste präsentierte sich nicht nur in einem Kimono-artigen Kleid, sondern dominierte auch ihre Erstrundenpartie gegen Elsa Jacquemont.

Ein modisches statement vor dem match

Ein modisches statement vor dem match

Schon vor dem ersten Aufschlag sorgte Osaka für Gesprächsstoff. Anstatt der obligatorischen weißen Wimbledon-Bekleidung betrat sie den Court im Queen's Club in einem auffälligen, Kimono-artigen Gewand, verziert mit Blumen im Haar. Ein klares Statement, das die strikte Kleiderordnung des traditionsreichen Turniers herausforderte – und die Aufmerksamkeit der Welt auf sich zog. Diese extravaganten Auftritte sind mittlerweile fester Bestandteil von Osakas Image, doch am Ende zählt auf dem Platz das Können.

Die Japanerin, die nach einer Knieverletzung in Bad Homburg noch aufgeben musste, ließ jedoch keine Zweifel aufkommen. Nach einem spannenden dritten Spiel übernahm sie die Kontrolle und setzte sich schließlich mit 6:1, 7:5 gegen die Französin Jacquemont durch. Die Blessur am rechten Knöchel schien vergessen, die Rückstände im zweiten Satz wurden mit beeindruckender Entschlossenheit überwunden. Osaka bewies einmal mehr, dass sie zu den gefährlichsten Spielern des Turniers gehört.

Die Hartplatzspezialistin, die bereits zweimal die Australian Open und zweimal die US Open gewonnen hat, hat in Wimbledon bisher wenig Erfolg gehabt. Sie schaffte es noch nie über die dritte Runde hinaus. Doch mit ihrer aktuellen Form und dem neu gewonnenen Selbstvertrauen könnte sie dieses Jahr eine ernstzunehmende Kandidatin für den Titel sein. Die Frage ist, ob sie ihre Konzentration auch auf die kommenden Gegner aufrechterhalten kann, nachdem sie bereits vor dem Spiel den Fokus auf ihr modisches Statement gelegt hat.

Die Zuschauer waren begeistert von Osakas Spiel und ihrem unkonventionellen Auftreten. Es bleibt abzuwarten, ob die Organisatoren von Wimbledon ihre Haltung zur Kleiderordnung lockern werden, nachdem Osaka gezeigt hat, dass man auch in einem Kimono erfolgreich Tennis spielen kann. Die nächste Hürde für Osaka ist die dritte Runde – ein neues Kapitel in ihrer Wimbledon-Geschichte beginnt.