Ifab blockt fifa-plan zur elfmeter-regeländerung bei der wm

Die FIFA hat einen Korb bekommen. Noch während des laufenden Turniers wollte der Weltverband die Regeln für Elfmeterschießen umbauen – doch das International Football Association Board (IFAB) verweigerte kurzerhand die Zustimmung. Der Antrag ist erstmal gescheitert.

Ein münzwurf statt zwei: das war der plan

Der Vorschlag klang simpel. Vor einem möglichen Elfmeterschießen sollte nur noch ein einziger Münzwurf erfolgen. Die gewinnende Mannschaft hätte dann die Wahl: entweder den ersten Schuss ausführen oder das Tor bestimmen, auf das geschossen wird. Derzeit sind es zwei separate Würfe – einer für die Reihenfolge, einer für die Torwahl.

Der Hintergrund ist schnell erklärt. Im Champions-League-Finale zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal hatte PSG beide Münzwürfe für sich entschieden. Ein doppelter Vorteil, den die FIFA offenbar für ungerecht hält. Aber die Regelhüter im IFAB sahen das anders.

Warum das ifab ablehnte

Warum das ifab ablehnte

Die Entscheidung fiel nicht aus technischen Gründen. Der Athletic berichtet, dass im IFAB kaum Bereitschaft bestand, Regeln mitten in einem laufenden Weltmeisterturnier zu verändern. Die K.o.-Runde läuft seit Sonntag, die Teams haben sich auf die bestehenden Abläufe eingestellt. Ein plötzlicher Eingriff hätte Chaos bedeutet.

Das Thema bleibt aber auf dem Tisch. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte die Diskussion neu aufgerollt werden. Für die laufende WM in den USA, Kanada und Mexiko ist sie jedoch vom Tisch.

Was bleibt, ist die Frage nach dem richtigen Timing. Regeländerungen während eines Turniers sind im Fußball selten – und mit gutem Grund. Die FIFA wollte schnell handeln, vergaß aber offenbar, dass Stabilität für Spieler und Schiedsrichter mindestens so wichtig ist wie vermeintliche Fairness-Optimierung. Der Münzwurf bleibt, wie er ist. Zweimal.