Owen: kane ist englands grösster – und bayern-wechsel war ein fehler!
Michael Owen, einst eine feste Grösse im englischen Angriff, hat seine Meinung über Harry Kane radikal revidiert. Der frühere Nationalstürmer gesteht nun ein: Er hat Kane unterschätzt und bezeichnet ihn heute als den besten Stürmer, den England je hervorgebracht hat. Ein Lob, das mit einer deutlichen Kritik an Kanes Entscheidung, zu Bayern München zu wechseln, einhergeht.
Owen: kanes mentalität ist der schlüssel zum erfolg
„Je älter ich werde, desto klarer wird mir, dass ich mich geirrt habe“, schreibt Owen in seiner Kolumne. Die beeindruckende Bilanz von Kane bei der WM – bereits drei Treffer und der Status als Englands bester WM-Torschütze aller Zeiten, mit elf Toren, die Gary Lineker ablösten – haben Owen von seiner ursprünglichen Skepsis überzeugt. Er sieht in Kane nicht nur einen talentierten Torjäger, sondern vor allem einen mentalen Giganten. „Harrys grösste Gabe ist nicht physischer Natur, sondern liegt in seinem Kopf“, betont Owen und vergleicht Kane mit Legende Alan Shearer: „Unerbittlich, besessen, überzeugt davon, dass er härter arbeitet als alle anderen.“
Owen ist beeindruckt von Kanes Nervenstärke und Zielstrebigkeit. „Er hat Nerven aus Stahl! Ich bewundere seine Ausdauer und seine Fähigkeit, sich stetig zu verbessern – selbst mit 32 Jahren ruht er sich nicht auf seinen Lorbeeren aus.“ Während Stars wie Messi oder Mbappé mit spektakulären Aktionen begeistern, überzeugt Kane Owen vor allem durch seine eiskalte Effizienz vor dem Tor. „Er ist zweifellos der beste Torjäger der Welt.“

Der bayern-wechsel: ein fehler in kanes karriere?
Doch trotz all seiner Bewunderung nagt ein Vorwurf an Owen: Kanes Wechsel zum FC Bayern. „Wenn ich etwas an Harrys Karriere zu bemängeln habe, dann ist es dieser Wechsel“, erklärt Owen. Er versteht zwar die Vorteile, die der FC Bayern bietet, glaubt aber, dass Kane in der englischen Premier League grössere Leistungen hätte vollbringen können. „Seine ausgefeilte Allround-Fähigkeit, die Art, wie er sich ins Mittelfeld fallen lässt und Angriffe einleitet, ist beeindruckend – aber die Bundesliga definiert seine Grösse nicht.“
Der Gewinn der Champions League mit Bayern wäre nötig gewesen, um den Wechsel zu rechtfertigen, so Owen. Hätte Kane stattdessen den Rekord als Premier-League-Torschütze aufgestellt, wäre das eine grössere Leistung gewesen. „Das hätte er verdient gehabt.“
Die Frage, ob Kane mit seinem Wechsel den richtigen Schritt gegangen ist, bleibt offen. Doch eines ist klar: Michael Owen hat seinen Blick auf den englischen Stürmerstern neu kalibriert und sieht in ihm einen Spieler von Ausnahmeklasse – trotz des Fehlers in München.
