Kanadas stanley-cup-dürre geht weiter: montreal chancenlos!
Die Wartezeit für Kanada geht weiter: Die Montreal Canadiens haben im fünften Halbfinalspiel der NHLgegen die Carolina Hurricanes eine deutliche 1:6-Niederlage erlitten und damit die Serie mit 1:4 verloren. Ein bitterer Schlag für ein Eishockey-Land, das seit 1993 auf den ersehnten Stanley Cup-Triumph wartet.

Die hurricanes dominieren – brind’amour führt sein team ins finale
Carolina hat auf dem Weg ins Finale nur ein Playoff-Spiel abgegeben und demonstrierte vor allem in den Spielen vier und fünf eine beeindruckende Überlegenheit. Headcoach Rod Brind’Amour, selbst ein Champion aus dem Jahr 2006 mit den Hurricanes, führte sein Team mit taktischer Finesse und unerbittlichem Kampfgeist zum Erfolg. Taylor Hall und Logan Stankoven brillierten mit jeweils einem Tor und zwei Vorlagen und unterstrichen die Stärke der Hurricanes-Offensive.
Die Canadiens, einst eine Eishockey-Dynastie, scheitern erneut. Die Erinnerungen an die glorreichen Zeiten, als Kanada binnen zehn Jahren acht Stanley Cups gewann – darunter 1993 durch Montreal selbst – scheinen in weiter Ferne. Seitdem folgten acht Final-Niederlagen, die die Enttäuschung im kanadischen Eishockey immer wieder neu entfachen.
Ein trauriges Kapitel für Leon Draisaitl: Auch für den deutschen Star Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers endete die Hoffnungen auf den Titel erneut im Sand. Die Oilers verloren die Finalserie gegen die Vegas Golden Knights ebenfalls mit 0:4 – ein weiteres Pfund Nahrung für die Debatte, warum kanadische Teams seit so langer Zeit nicht mehr die NHL dominieren.
Die Vegas Golden Knights, die ihre Serie gegen die Colorado Avalanche ebenfalls deutlich mit 4:0 gewannen, treffen nun in den Finalspielen auf die Carolina Hurricanes. Ein spannender Kampf um den Stanley Cup erwartet uns – ein Kampf, in dem Kanada vorerst keine Rolle spielt. Die NHL-Liga bleibt ein Fest für die Fans, aber für die kanadischen Anhänger ist es ein Fest der verlorenen Träume.
