Kadile schockt gc binnen 18 minuten: 0:4 in genf – der superstart, der zürich in trance versetzt
18 Minuten. Mehr brauchte Servette, um Grasshopper Club Zürich in einen kollektiven Schockzustand zu versetzen. 0:4 stand es auf dem Stade de Genève, als Referee Urs Schnyder die erste Viertelstunde abpfiff – ein Resultat, das selbst erfahrene Liga-Beobachter in den Sitz drückte.
Junior kadile liefert die blitz-vorlage für den debakel-tag
Der 22-jährige Franzose Kadile, erst im Winter aus Le Mans gekommen, schrieb das Skript für diesen Horrorfilm. Nach 8 Minuten verwertelte er eine Flanke von Cognat, 120 Sekunden später köpfte er einen erneut völlig aufgelösten GC-Sechser zur Vorentscheidung. Die Grafik der xG-Kurve brach binnen 600 Sekunden ein – ein Wert von 2,1 für Servette, bevor die Uhr zehnmal geschlagen hatte.
Die dritte Kaliberspitze setzte Stürmer Stevanovic. Ein Rückpass von Diaby, der wie ein verunglückter Befreiungsschuss aussah, landete genau auf seiner rechten Fußspitze. Hammel kam aus dem Tor, Stevanovic umkurvte ihn mit der Gelassenheit eines Parkspielers – 3:0. Die Servette-Anhänger hatten ihre Fangesänge noch nicht mal richtig eingestimmt.

Florian aye vollendet den lehrgang in kaltblütiger effizienz
Kurz vor der Trinkpause durfte auch Aye jubeln. Kadile schlug diesmal einen halbhohen Ball in den Lauf des eingewechselten Angreifers, der nur noch einzuschieben brauchte. 4:0 – die höchste Führung der Genfer in dieser Saison nach 18 Minuten. GC-Coach Breitenreiter schien auf der Bank wie versteinert, die Statistik seiner Karriere hatte so eine Anfangsphase noch nie verzeichnet.
Für Servette war der Sieg mehr als drei Punkte. Die Equipe von Alain Geiger klettert auf Rang fünf, nur noch zwei Zähler hinter Leader YB. Kadile führt mit fünf Toren in vier Partien die internen Scorer an – ein Transfer, der sich in Echtzeit als Goldgrube entpuppt.
Grasshopper muss nun innerhalb von 72 Stunden antworten. Am Sonntag wartet St. Gallen im Letzigrund – ein Spiel, das schon jetzt zum Endspiel für die ohnehin brisante Stimmung um den Traditionsklub wird. Servette reist indes nach Sion, wo Kadile & Co. den nächsten Sprint einlegen wollen. Die Westschweizer haben geschmeckt Blut – und GC muss sich fragen, wie viele Schocks seine Anhänger in dieser Saison noch verkraften.
