Juve-torwart-chaos: perin spielt den saison-endspurt, dann räumt die agence auf

Mattia Perin steht bis Mai zwischen den Pfosten, danach ist für Juventus alles offen – außer Carlo Pinsoglio. Michele Di Gregorio, einstige 18-Millionen-Hoffnung, ist nach vier Bankplätzen in Serie bereits abgeschrieben. Die Revolte im Tor kann kommen.

Der Moment fiel in Udine, unscheinbar, aber laut. Als Di Gregorio zum vierten Mal hintereinander zuschauen musste, war klar: Perin hat das Ruder übernommen. Luciano Spalletti hatte von „zwei, drei Spielen“ gesprochen, doch die Frist ist längst abgelaufen. Der ehemalige Genoa-Hüter wird bis Saisonende der Mann sein, der die Meisterkarten mischt.

Di gregorio vor dem aus – buchwert 11 millionen

Der ehemalige Monza-Schlussmann kostet in den Büchern noch rund 11 Millionen Euro, ein Betrag, der im Sommer möglichst ohne rote Zahlen abgebaut werden soll. Klubs aus der Serie A haben bereits telefoniert. Ein Leihgeschäft plus Kaufoption ist im Gespräch, soll die Bilanz entlasten. Für Juve ist das ein kleiner Rettungsanker, für Di Gregorio die nächste Station auf dem Weg zurück ins Rampenlicht.

Perin selbst träumt nicht von Turin. Mit 34 Jahren im Juni zieht es ihn erneut in eine Stadt, wo er Nummer eins ist. Bereits im vergangenen Sommer und dann wieder im Januar hatte er den Verein darum gebeten, doch eine Hand-OP und eine Genoa-Forderung nach Entschädigung blockierten den Transfer. Die Juve-Leitung verlangte eine Gebühr, der Genoa-Vorstand griff zu Bijlow für eine Spott-Summe. Die Rechnung: Juventus behält seinen Ersatzkeeper, der sich jetzt revanchiert.

Alisson bis audero – die kandidaten für das neue tor

Alisson bis audero – die kandidaten für das neue tor

Kommenden Sommer könnte sich das Keeper-Karussell drehen. Alisson Becker war lange ein Traum, doch die Vertragsverlängerung beim FC Liverpool bis 2027 macht ihn fast ungreifbar. Gigi Vicario von Tottenham steht auf der Liste, doch der FC Inter hat die Innenbahn. Für die Rolle des erfahrenen Stammtors steht auch Marco Carnesecchi (Atalanta) bereit, ein echter Sehnsuchts-Kandidat.

Die zweite Garde wird neu gemischt: Ivan Provedel (Lazio), Lorenzo Montipò (Hellas Verona), Wladimiro Falcone (Lecce), Federico Ravaglia (Bologna) oder Emil Audero (Cremonese) gelten als verlässliche Alternativen. Audero bringt den Bonus mit, als Jugendprodukt der Juve nicht auf die Serie-A- und Champions-League-Listen zu zählen – ein Detail, das Sportdirektor Cristiano Giuntoli schätzt.

Die Devise lautet also: jetzt Perin, dann Tabula rasa. Wer im Mai die letzten Punkte hält, darf im Juli bereits wieder Koffer packen. Nur Pinsoglio bleibt, die Konstante im größten Umbruch seit Jahren. Die Agence wird nicht einfach nur ein Tor umgestalten – sie wird ein ganzes Kapitel abschließen.