Jorgenson-crash: visma verliert klassement-hoffnungen bei amstel gold race
Ein Schock für das Visma-Team und ein herber Rückschlag für Matteo Jorgenson: Der US-Amerikaner stürzte bei der Amstel Gold Race und zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu. Damit muss er seine Ambitionen bei den Ardennen-Klassikern begraben und seine Rolle als Helfer für Jonas Vingegaard bei der Tour de France vorziehen.

Verletzung setzt jorgenson außer gefecht
Der Sturz ereignete sich im Verlauf des Rennens, wobei Jorgenson und sein Landsmann Logan Vauquelin verwickelt waren. Die Diagnose ist eindeutig: ein Bruch des Schlüsselbeins, der den 26-Jährigen wochenlang an die Seitenlinie fegt. Das bedeutet, dass Jorgenson sowohl bei der Flèche Wallonne als auch bei Lüttich-Bastogne-Lüttich fehlen wird – Rennen, auf die er sich intensiv vorbereitet hatte und bei denen er zu den Top-Favoriten zählte. Die Ardennen-Klassiker ohne Jorgenson? Für Visma ein immenses Problem.
Die Podiumschancen des Teams sind damit in Rauch aufgegangen. Einen adäquaten Ersatz auf dem Niveau des US-Stars zu finden, ist schlichtweg unmöglich. Das ist ein bitterer Moment, besonders angesichts des jüngsten Triumphes von Wout van Aert bei Paris-Roubaix, der die Hoffnungen des Teams nochmals beflügelte. Die Euphorie ist jäh verflogen.
Jorgenson hatte sich diese Rennen als einen persönlichen Höhepunkt in der Saison gesteckt. Seine Spezialisierung auf diese anspruchsvollen Eintagesrennen war offensichtlich. Nun gilt es, die anstehende Operation zu überstehen und einen zügigen Heilungsprozess anzustreben. Die Tour de France im Juli rückt näher, und seine Unterstützung für Jonas Vingegaard ist von höchster Bedeutung. Doch der Fokus liegt jetzt auf der Genesung.
Die Frage, die nun im Raum steht: Wie wird Visma die Abwesenheit von Jorgenson kompensieren? Kann das Team ohne seinen erfahrenen Helfer noch eine ernstzunehmende Rolle bei der Tour de France spielen? Nur die Zeit wird es zeigen.
