Jordán stürmt auf rekordzeit – windschatten-doppelpack in fullerton!

Madrid, Kalifornien – Abel Jordán, Spaniens Hoffnungsträger im Sprint, hat bei den Big West Track & Field Championships für Furore gesorgt. Der junge Mann aus Madrid lief in 10,08 Sekunden über 100 Meter, die zweitbeste Zeit eines Spaniers aller Zeiten – allerdings mit Rückenwind.

Ein duell auf augenhöhe: jordán und dossman im kampf um den sieg

Ein duell auf augenhöhe: jordán und dossman im kampf um den sieg

Das Rennen war ein packendes Duell zwischen Jordán und seinem Teamkollegen Ian Dossman. Dieser setzte sich am Ende knapp mit 10,02 Sekunden durch, ebenfalls bei starkem Rückenwind (3,3 m/s). Ein beeindruckender Doppelpack für die University of California, Cal State Fullerton. Die Windbedingungen waren dabei alles andere als ideal, doch die Athleten ließen sich nicht entmutigen und zeigten eine herausragende Leistung.

Doch Jordán zeigte nicht nur im 100-Meter-Lauf sein Können. Im 110-Meter-Hürdenrennen sicherte er sich ebenfalls den Sieg in 13,67 Sekunden, erneut bei Rückenwind (3,6 m/s). Seine Vielseitigkeit ist beeindruckend, denn er beweist, dass er sowohl auf der kurzen, flachen Strecke als auch über die Hürden zu den besten gehört.

Nur ein Mann ist dem Madrilenen bisher voraus: Bruno Hortelano, der spanische Rekordhalter über 100, 200 und 400 Meter. Hortelano lief 2016 in Madrid in 10,06 Sekunden (Wind: 1,0 m/s) – eine Zeit, die Jordán nun bedrohlich nahekommt. Die 10,12 Sekunden, die Jordán dieses Jahr bereits mit legalem Wind (1,6 m/s) lief, waren bereits ein deutliches Zeichen seiner Ambitionen und katapultierten ihn an die Spitze des spanischen Rankings, wo er den legendären Ángel David Rodríguez verdrängte.

Der 22-Jährige, der gerade sein letztes Semester im Ingenieurstudium absolviert, ist ein Schlüsselspieler für die spanische Sprintmannschaft bei den bevorstehenden Europameisterschaften in Birmingham. Er verpasste zwar vor zwei Wochen die Weltrelay-Meisterschaften in Gaborone, doch es wird erwartet, dass er in die vielversprechende 4x100-Meter-Staffel integriert wird – die einzige spanische Staffel, die sich bisher nicht für die Weltmeisterschaften 2027 qualifiziert hat. Die Hoffnung ruht auf Jordán und seinen Teamkollegen.

Die Leistung von Jordán ist ein Beweis für seine harte Arbeit und sein Talent. Er hat sich in kurzer Zeit zu einem der vielversprechendsten Sprinter Europas entwickelt. Seine Entwicklung ist bemerkenswert, und es bleibt abzuwarten, welche weiteren Rekorde er in diesem Sommer aufstellen wird. Die Fans dürfen sich auf spannende Rennen freuen.