Jokic schreibt nba-geschichte: 35 punkte, 15 rebounds, 12 assists – und nur 200 triple-doubles entfernt

Nikola Jokic spielt nicht Basketball, er rezitiert es. Am Freitag setzte der Serbe in Denver zum nächsten Solo auf: 35 Punkte, 15 Rebounds, 12 Assists – ein Triple-Double, das die Utah Jazz mit 129:135 in die Schranken verwies und den sechsten Sieg der Nuggets in Serie perfekt machte. Die Zahl, die danach alle Gespräche dominierte, war aber eine andere: 194. So viele Triple-Doubles hat Jokic in seiner Karriere bereits verbucht, nur sechs fehlen bis zur magischen Marke von 200.

Denver nähert sich der spitze – und jokic der legende

Die Nuggets stehen bei 47:28-Siegen, Platz vier im Westen. Dahinter lauern die Lakers, vor ihnen die Spurs – und ganz oben Oklahoma City. Doch während die Tabelle sich langsam zugunsten der Top-Teams sortiert, rückt Jokic in eine eigene Galaxenliga vor. 13 seiner 16 Würfe fanden am Freitag das Ziel, Jamal Murray lieferte 31 Punkte als Sidekick – und dennoch war klar: Dieser Abend gehörte wieder einmal dem großen Serben.

Die Jazz wehrten sich bis zuletzt, doch Jokic’ letzte Auswahl an Pässen und Fade-aways war einfach zu variantenreich. „Er sieht Dinge, bevor sie passieren“, sagte Utah-Coach Will Hardy nach dem Spiel – und klang dabei wie ein Physik-Lehrer, der einem Schüler die Gesetze der Raumzeit erklärt.

Oklahoma begräbt chicagos playoff-traum

Oklahoma begräbt chicagos playoff-traum

Während Jokic die Zahlen sprengt, erledigte Shai Gilgeous-Alexander in Oklahoma die Bulls ab. 25 Punkte, 9 Assists, 8 Rebounds – keine Show, aber ein klares 131:113. Chicago verabschiedet sich damit endgültig aus dem Rennen um die Playoffs. Die Thunder selbst festigen mit 50:23 den ersten Platz im Westen. Die Bilanz: Sieben Siege in den letzten acht Spielen, dabei nie unter 110 Punkte geblieben.

Cleveland zertrümmert miami – und verletzt deren stolz

Cleveland zertrümmert miami – und verletzt deren stolz

In Ohio herrschte dagegen pure Demontage. Die Cavs schossen die Heat mit 149:128 ab, trafen 22 Dreier und ließen Miami in den letzten sieben Spielen zum sechsten Mal verlieren. Ironie der Statistik: Der einzige Heat-Sieg in diesem Abschnitt gelang ausgerechnet gegen Cleveland – nur zwei Tage zuvor.

Max Strus, früher selbst Heizkörper in Miami, erntete 29 Punkte und 8/13 aus der Distanz – ein Ex, das sich rächt. Evan Mobley lieferte 23 Punkte und 10 Rebounds, Jarrett Allen kehrte nach zehn Spielen Pause (Knie-Sehnenproblematik) zurück und schlug sofort mit 18 Punkten und 10 Assists zu. Miami? Jimmy Butler schwieg, Bam Adebayo wirkte müde, die Defense löste sich in Luft auf.

Ohne aldama fallen die grizzlies – gonzález glänzt in boston

Ohne aldama fallen die grizzlies – gonzález glänzt in boston

Memphis kassierte gegen Houston die 109:119-Niederlage – und muss bis Saisonende auf Santi Aldama verzichten. Der Spanier laboriert an einer rechten Knie-Operation, die Grizzlies rutschen auf 25:48 ab. In Atlanta führte Payton Pritchard die Celtics mit 36 Punkten zur 109:102-Remontage. Der Brite Hugo González, Madrider Neuzugang, sammelte in 7:22 Minuten 3 Punkte, 2 Rebounds und eine Plus/Minus von +10 – ein Lebenszeichen für die Zukunft.

Die Nacht gehörte Jokic, doch die Liga bewegt sich. In zehn Tagen beginnen die Playoffs – und der Serbe steht vor dem Sprung in die 200er-Zone. Die Frage ist nicht mehr, ob er sie erreicht, sondern wie viele weitere er danach noch folgen lassen wird.