Jokic: nuggets scheitern – „wir sind noch weit vom titel entfernt“

Denver – Die Enttäuschung ist greifbar. Nikola Jokic und die Denver Nuggets müssen erneut die Segel streichen, diesmal an den Minnesota Timberwolves. Nach dem Ausscheiden in der ersten Runde der Playoffs äußerte der serbische Superstar harsche Worte und stellte die Meisterschaftschancen seines Teams in Frage. Ein früher K.o., der Fragen aufwirft und möglicherweise Veränderungen in der kommenden Saison nach sich ziehen wird.

Jokics selbstkritik: mehr verantwortung, besseres spiel

Die Nuggets, frischgebackene Champions von 2023, scheiterten zum zweiten Mal in Folge an den Timberwolves und verpassten damit den Einzug ins Conference Finals. Jokic nahm die Verantwortung für die schwache Leistung des Teams auf sich und betonte, dass er selbst mehr hätte leisten müssen. „Sehr viel“, antwortete er auf die Frage nach seiner persönlichen Schuld. „Ich hätte besser spielen müssen. Ich muss besser spielen.“ Die Trefferquote von lediglich 39 Prozent aus dem Feld in den ersten vier Spielen stellt einen deutlichen Kontrast zu seinen Karriere-Durchschnittswerten von 56 Prozent dar – ein Ausreißer, der die Frage aufwirft, ob die Last der Erwartungen den Superstar belastet.

Es ist nicht nur Jokics schlechtes Abschneiden. Die Nuggets kämpften mit Rebounds und Ballverlusten, was Coach David Adelman entlastete. Jokic stellte sich klar hinter seinen Trainer und betonte, dass die Probleme nicht auf dessen Konto gingen, sondern auf das Team als Ganzes zurückzuführen seien. „Es ist nicht seine Schuld, dass wir keine Rebounds geholt haben. Es ist nicht seine Schuld, dass wir den Ball nicht gut gefangen haben.“

Verlängerung im visier: jokic will nugget bleiben

Verlängerung im visier: jokic will nugget bleiben

Trotz der Enttäuschung deutet alles darauf hin, dass Jokic seinen Weg in Denver gehen will. Sein Vertrag läuft in zwei Jahren aus, mit einer Spieleroption für das zweite Jahr. Bereits in der Offseason könnte er eine Vertragsverlängerung um vier Jahre und 278 Millionen Dollar abschließen. „Ich will immer noch für immer ein Nugget bleiben“, erklärte Jokic unmissverständlich und signalisierte damit seine Loyalität zum Verein. Ein Signal an die Verantwortlichen, dass er trotz der aktuellen Herausforderungen an Bord bleiben will – und bereit ist, an der Rückkehr zum Gipfel zu arbeiten.

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für die Nuggets. Neben den Verhandlungen mit Jokic müssen sie auch über mögliche personelle Veränderungen nachdenken, um das Team wieder auf Kurs zu bringen. Die Niederlage gegen die Timberwolves hat gezeigt, dass mehr als nur ein Superstar nötig ist, um in der NBA erfolgreich zu sein. Die Frage ist, ob die Verantwortlichen bereit sind, mutige Entscheidungen zu treffen, um die Dominanz der Nuggets zurückzugewinnen. Denn eines ist klar: Die Zeit für Ausreden ist vorbei.