Jena verspielt alles-oder-nichts-spiel: 1:1 gegen hamburg trotz roter karte

Der FC Carl Zeiss Jena bleibt hartnäckig auf Tauchstation. Im Kellerfinale gegen den Hamburger SV spielte die Frauen-Bundesligamannschaft nur 1:1, obwohl sie 33 Minuten in Überzahl agierte. Die Folge: Platz 12, zehn Punkte, alles wie gehabn – nur dass die Zeit langsam aber sicher abläuft.

Fehlstart mit happy end – zumindest für den hsv

Olivia Alcaide träumte den Jenaer Fans mit einem Treffer in der 2. Minute eine halbe Ewigkeit von der Rettung. Doch Paulina Bartz konterte eiskalt (17.). Die Gastgeberinnen rannten an, aber der Ball wollte nicht mehr ins Netz. Als Annaleen Böhler in der 57. Minute mit Rot vom Platz musste, schien die Vorentscheidung gefallen. Doch Jena schaffte es nicht, das Spiel zu öffnen – zu viel Nervosität, zu wenig Durchschlagskraft.

Trainerin Katja Greulich wechselte offensiv, doch die Hamburger Innenverteidigung um Sophie Hillebrand stand wie eine Mauer. Die Statistik ist bitter: nur zwei Siege in 20 Partien, das macht 3,3 Prozent – Bundesliga-Bodenpersonal pur.

Jetzt zählt nur noch die rechnung

Jetzt zählt nur noch die rechnung

Die Saison hat noch sechs Spieltage, und das Restprogramm der Thüringerinnen liest sich wie Horror: Auswärts bei Bayern, daheim gegen Wolfsburg. Die Konkurrenz aus Köln und Bochhen hat bereits aufgeholt. Die Devise ist klar: Punkte oder Abstieg. Die Mannschaft verlässt das Feld unter Buh-Rufen, die Spielerinnen stapfen mit gesenkten Köpfen in die Kabine. Die Atmosphäre im Ernst-Abbe-Sportfeld kippt von Match zu Match, und das Sommerloch rückt bedrohlich näher.

Am Ende steht eine klare Erkenntnis: Wer unten nicht gewinnt, bekommt das oben doppelt zurück – und die Uhr tickt unerbittlich weiter.