Viktoria fegt meppen vom platz – turbine rutscht in den abstiegsstrudel
2:0 gegen Meppen, 0:4 gegen Mainz – ein Sonntag, zwei Gesichter. Während Viktoria Berlin im Stadion Lichterfelde den fünften Tabellenplatz zementiert, taumelt Turbine Potsdam mit dem vierten Heimdebakel am Stück direkt in die 2. Bundesliga-Abstiegszone.
Die himmelblauen finden spät, aber gnadenlos
45 Minuten lang plätscherte das Spiel dahin, dann erwischte Senanur Yavuz den Meppener Abwehrriegel auf dem falschen Fuß. Ihr Flachschuss aus 16 Metern schlug links unten ein, das Lichterfelde-Heimstadion tobte. Die Gäste wankten, und Kim Urbanek, gerade drei Minuten zuvor eingewechselt, stocherte den Ball nach einem abgewehrten Freistoß zum 2:0-Endstand über die Linie. 13 Punkte aus den letzten fünf Partien – Viktoria hat die Aufstiegszone fest im Visier.

Potsdams parade in der eigenen hölle
Bei Turbine dagegen ist die Luft raus. Das Karl-Liebknecht-Stadion wurde zur Schreckenskammer: Vital Zina Kats traf nach einer Ecke per Kopf, Chiara Bouziane schlenzte aus 20 Metern ins Kreuzeck, Suguri Hashitani ließ zwei Minuten später die Abwehr erneut alt aussehen. Auch nach dem Seitenwechsel kein Aufbäumen, stattdessen der vierte Gegentreffer durch Kara Bathmann. Kein Sieg seit acht Spieltagen, zwöfter Platz, nur ein Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang – für den einstigen Europapokalteilnehmer ist der freie Fall längst Realität.
Die Zahlen sind gnadenlos: Turbine kassierte in den letzten vier Heimspielen 14 Gegentore, erzielte selbst nur eines. Trainerin Sofian Chahed schwieg nach dem Abpfiff, stattdessen verließen einige Spielerinnen mit hängenden Köpfen den Rasen, die Fans pfeiften nicht einmal mehr – sie gingen einfach nach Hause. Am nächsten Spieltag gastiert Viktoria in Bochum, während Potsdam nach Hoffenheim reist. Für die Berlinerinnen ein Schritt Richtung oben, für die Brandenburgerinnen vielleicht der letzte Strohhalm, um den Klassenerhalt doch noch zu wenden.
