Jena am abgrund: trainerwechsel verpufft – derby-drama in chemnitz!
Ein Schock im Kampf um die Liga: Jena City Jena hat am Mittwoch Björn Harmsen entlassen und Mike Taylor als neuen Coach präsentiert. Doch der Hoffnungsträger scheiterte im dramatischen Ost-Derby bei den Niners Chemnitz mit 73:76. Die Pleite ist der fünfte Klatscheng am Stück und katapultiert die Mannschaft weiter in die Abstiegszone.
Corey davis jr. entscheidet derby mit buzzerbeater
Die Niners, selbst nicht in Topform, konnten sich dank eines unglaublichen Dreiers von Corey Davis Jr. in der letzten Sekunde den Sieg schnappen. Die Messehalle explodierte förmlich, als der Ball durch den Ring segelte. „Das ist einfach in meiner DNA“, grinste Davis im Dyn-Interview. „Das sind die Momente, für die ich gemacht bin. Meine Knie sind nicht mehr die besten, ich werde ja auch nicht jünger. Wir mussten das Ding einfach eintüten.“ Ein Sieg, der für Chemnitz Hoffnung auf einen Play-in-Platz weckt, während Jena tiefer im Schlamassel steckt.

Überraschende details zur entlassung von björn harmsen
Die Entscheidung für den Trainerwechsel wirft viele Fragen auf. Geschäftsführer Lars Eberlein ließ im Halbzeit-Interview bei Dyn überraschende Einblicke in die Hintergründe fallen. Demnach hatte Harmsen bereits vor dem Spiel gegen Würzburg (eine deutliche 69:87-Niederlage) verkündet, dass er den Verein am Saisonende verlassen wird. „Das hat natürlich die Entscheidung beeinflusst“, so Eberlein. „Wir hatten überlegt: Ziehen wir es noch gemeinsam durch oder tauschen wir noch mal? Mike war verfügbar und wir dachten, vielleicht ist er der fehlende Puzzleteil, der die Köpfe wieder frei macht.“
Ein Wechsel mit fragwürdigem Timing, gesteht Eberlein offen. Der Vertrag von Harmsen wäre ohnehin ausgelaufen. „Wir hatten schon über eine Verlängerung gesprochen, aber das hatten wir erst mal auf Eis gelegt. Wir wollten sehen, wie die Reise geht.“ Doch Harmsens Eigenkündigung veränderte alles. „Es ist ihm natürlich extrem schwergefallen, das ist ein Urgestein des Vereins. Aber am Ende zählt nur der Klassenerhalt.“
Kevin Yebo von Chemnitz war mit 19 Punkten und 13 Rebounds der beste Werfer, während Joe Wieskamp Jena mit 22 Punkten und 10 Rebounds vorangetragen hatte. Bitter für Jena: Kristoffer Krause musste verletzungsbedingt das Feld verlassen. Die Lage ist ernst, das Finale gegen Heidelberg am 7. Mai wird vermutlich die entscheidende Partie sein.
Die Frage ist: Kann Mike Taylor das Ruder noch herumreißen? Oder ist Jena bereits dem Abstieg geweiht? Die nächsten Tage werden zeigen, ob der Trainerwechsel das erhoffte Wunder bewirken kann. Denn eines ist klar: Die Zeit läuft ab.
