Badosa steigt aus: machtlosigkeit bei roland garros?
Schock in der Tenniswelt: Paula Badosa wird nicht an der Qualifikation für Roland Garros teilnehmen. Ihr Name wurde offiziell aus der Liste der Teilnehmer gestrichen – ein deutliches Signal der Resignation, nachdem die Spanierin in den letzten Wochen immer wieder mit Selbstzweifeln zu kämpfen hatte.

Ein gebrochenes selbstvertrauen nach madrid
Die Entscheidung, in Paris vorzeitig abzusagen, kommt keineswegs überraschend. Badosa hatte bereits bei den WTA 1000 Turnieren in Rom und Madrid deutliche Anzeichen von Frustration gezeigt. In Madrid scheiterte sie bereits in der zweiten Runde und sprach offen über ihre psychischen Probleme: “Ich habe so viel gekämpft in den letzten fünf Monaten. In Madrid habe ich so viel Energie in den Kampf gegen meine eigene Unsicherheit gesteckt, dass mir im dritten Satz die Kraft fehlte.” Eine erschütternde Offenbarung, die nun offenbar zur Aufgabe führt.
Die Ursache liegt tief: Badosa scheint in einem Teufelskreis gefangen zu sein. Ihr aktueller Weltranglistensplatz von 102 bedeutet, dass sie sich bereits durch drei Qualifikationsrunden kämpfen musste, um überhaupt ins Hauptturnier zu gelangen. Doch die Last der Erwartungen und der Druck, wieder an ihre frühere Form anzuknüpfen, scheinen sie zu erdrücken.
Die Frage, ob Badosa überhaupt noch eine Chance auf einen Start in Roland Garros hat, ist gering. Als vierte Reserve hinter Francesca Jones, Veronika Erjavec und Mayar Sherif hängt ihre Teilnahme von Absagen anderer Spielerinnen ab. Eine Wildcard erscheint ausgeschlossen. Nur vier Absagen würden ihr den Weg ins Turnier noch freimachen.
Die spanische Beteiligung an der Qualifikation beschränkt sich nun auf Leyre Romero, Guiomar Maristany, Marina Bassols, Kaitlin Quevedo, Andrea Lázaro und Irene Burillo. Ein herber Rückschlag für das spanische Team, das nun ohne eine ihrer größten Hoffnungen in das Turnier gehen muss.
Badosas Ausstieg wirft ein Schlaglicht auf die psychische Belastung, der Spitzensportler ausgesetzt sind. Die ehemalige Weltranglisten-Vierte muss nun erst einmal ihre innere Balance wiederfinden, bevor sie wieder auf den Platz zurückkehren kann. Ein Neustart ist nötig, um das verlorene Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Ob sie diesen schaffen kann, bleibt abzuwarten.
