James nach lakers-pleite: „das sind doch scheiß-themen, fragt die jugend!

Los Angeles – LeBron James ließ nach der deutlichen Niederlage der Lakers gegen die Houston Rockets im fünften Spiel der Serie seiner Frustration freien Lauf. Die Kritik an den eigenen Reihen war dabei wenig subtil. Der 41-Jährige deutete an, dass er sich von den Diskussionen um die Mannschaft und seine eigene Leistung irritiert fühlt – und forderte die jüngeren Spieler auf, Verantwortung zu übernehmen.

„Ich bin zu alt für diesen mist“: james’ ausbruch

Die Lakers verloren das Spiel deutlich, und James äußerte sich in der Pressekonferenz wenig erfreut über die Leistung seines Teams. „Wir hatten Chancen, aber wir haben sie nicht genutzt. Wir müssen verteidigen, aber wir müssen auch Punkte machen. Das ist Basketball“, sagte er. Doch seine Worte wurden deutlich schärfer, als er auf die wachsende Selbstsicherheit der Rockets angesprochen wurde, die nun versuchen, einen 0:3 Rückstand in den Playoffs zu drehen. „Das sind doch Scheiß-Themen. Es wird auf dem Feld entschieden. Fragt die jungen Leute, ich bin dafür zu alt.“

Die ewige debatte: jordan versus james

Die ewige debatte: jordan versus james

Vor dem Spiel hatte James in einem Interview mit ESPN seine Beziehung zum legendären Michael Jordan thematisiert. „Ich hoffe, ich habe ihn stolz gemacht, zumindest damit, dass ich die Nummer 23 trage“, erklärte er. Dabei betonte er, dass beide Spieler einzigartig sind. „Jordan war ein Gigant, und ich bin auch ein großartiger Basketballer. Wir sind beide großartig.“

Die Frage, wer der „GOAT“ (Greatest Of All Time) ist, bezeichnete James als „erschöpfende Diskussion“. „Man kann uns beide mögen, ohne den anderen kritisieren zu müssen. Meistens werde ich kritisiert. Jordan hat Dinge besser gemacht als ich, und ich habe auch Dinge besser gemacht als er. So ist Basketball.“

Unterschiedliche spielstile: james und jordan

Unterschiedliche spielstile: james und jordan

James betonte die Unterschiede in ihren Spielstilen. „Ich bin 2,06 Meter groß und wiege 113 Kilo. Jordan war 1,98 Meter groß und wog 91 Kilo. Wir haben uns nie verglichen, weil unsere Spielweisen völlig unterschiedlich sind. Ich bin ein einzigartiger Spieler, und Jordan war es auch. Ich habe mein Leben lang als Forward gespielt und immer versucht, den Pass zu finden. Jordan hat dagegen den Ball gesucht und auch den Wurf gemacht.“

Seine Bilanz in den NBA-Finals bereitet James weiterhin Sorgen. „Als ich jünger war, habe ich mich darüber geärgert, in den Finales zu verlieren. Die Leute hätten lieber gesehen, dass wir in der ersten Runde ausscheiden oder gar nicht erst in die Playoffs kommen. Das erschien mir absurd. Ich habe mich gefragt, ob es an mir lag.“ Er gab zu, dass er die Kritik früher stärker zur Kenntnis genommen habe, schätze sie aber mittlerweile mehr ein. „Es stört mich nicht, dass die Leute meinen, ich hätte eine schlechtere Bilanz in den Finales. Es ist einfach nicht meine Sache, was andere Leute denken.“

Die Niederlage gegen die Rockets wirft Fragen nach der Zukunft der Lakers auf. James’ deutliche Worte unterstreichen den Druck, der auf dem Team lastet, und die Notwendigkeit, sich schnell zu fangen, wenn die Lakers die Serie noch drehen wollen.

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