Jaén explodiert: 40.000 gelb-t-shirts feiern cup-sensation

Die Straßen von Jaén glichen einem flüssigen Gelb-Fluss. 40.000 Menschen schlossen sich an, um die vierte Copa de España zu feiern, die ihr Jaén Paraíso Interior am Sonntagabend in Granada erobert hatte. Die offenen Bus-Tour begann um 12 Uhr am Hotel Macia Real und endete mit einem Gesang, der die Kathedrale erzittern ließ.

Carlos espíndola hebt den pokal – und gedenkt des verletzten dudu

Carlos Espíndola, Final-MVP, hielt die Silberware über den Kopf, doch seine erste Geste galt dem Mann, der nicht dabei sein konnte. „Dudu, das ist auch für dich“, rief er in das Mikro und zeigte auf das weiße Trikot mit der Nummer 7, das am Busheck wehte. Dudu liegt nach seiner Achillessehnen-OP noch im Krankenhaus; seine Ausfallzeit: zwölf Monate.

Der offene Doppeldecker rollte die Avenida de Andalucía entlang, vorbei an der Alameda, wo schon die ersten Fans um 9 Uhr campiert hatten. Santi Rodríguez, der Schauspieler, der jedes Heimspiel seit 2019 verpasst hat, tanzte auf dem Dach eines Polizeiautos. „Ich habe meine Serie ausfallen lassen. Das hier ist wichtiger“, sagte er, während er Trainer Dani Rodríguez eine Dose Cruzcampo reichte.

Der bürgermeister weinte – und kündigt eine fünfte trophäe an

Der bürgermeister weinte – und kündigt eine fünfte trophäe an

Vor dem Rathaus wartete Julio Millán mit der grün-weißen Schal um den Hals. Seine Rede dauerte 43 Sekunden, dann brach seine Stimme. „Wir sind nicht müde. Wir wollen die fünfte“, rief er, und die Menge antwortete mit einem „¡Olé!“, der sich in den Gassen wie ein Torjubel wiederholte. Francisco Reyes, Präsident der Provinz, kündigte an, dass der neue Flugplatz eine Lounge namens „Paraíso Interior“ bekommt – Gelb lackiert, natürlich.

Um 14:30 Uhr löste sich der Tross auf. Die letzten Fans sangen „Oh, mi Jaén“ solo, während Stadionarbeiter schon die Bühnen für das nächste Event aufbauen. Die Spieler? Die verschwanden in der Umkleidekabine des Ayuntamiento – und kamen mit leeren Pokalen zurück. Die hatten nämlich schon neue Gravur: „Copa 2025 – Platz ist noch frei.“