Sevilla setzt auf garcía plaza: neunter trainer in vier jahren

Der Sevilla FC schmeißt das Handtuch und sofort jemanden nach: Luis García Plaza übernimmt den Abstiegskandidaten, nur Stunden nachdem Matías Almeyda gefeuert wurde. Die Verhandlungen liefen seit Sonntag, am späten Montag war alles klar, am Dienstag unterschreibt der Madrilene. Neun Spiele, eine Mission.

Ein klub jagt die rettung, ein trainer seine letzte chance

Ein klub jagt die rettung, ein trainer seine letzte chance

Die Zahlen sind brutal: seit 2022 wechselte der Klub jedes Frühjahr den Coach. Lopetegui, Sampaoli, Mendilibar, Diego Alonso, Quique Sánchez Flores, García Pimienta, Caparrós, Almeyda – nun García Plaza als neunter im Reigen. Kein spanischer Erstligist rotiert so schnell durch die Führungsetage.

Der Vertrag läuft über neun Finals, mit Option auf ein weiteres Jahr – falls der 53-Jährige den Klassenerhalt schafft. Die Mannschaft trainiert heute hinter verschlossenen Toren auf der Ciudad Deportiva, betreut von Javi Martínez, der als Interimstrainer die letzten fünf Partien saß. Er bleibt, Almeyda fliegt.

Den Argentinier erwischte es nach einer turbulenten Woche: Platzverweis gegen Alavés, fünf Spiele Sperre, dann die Entlassung. Sevilla steht zwei Punkte über dem Strich, die Tordifferenz ist negativ, die Rückrunde ein Puzzle aus 0:3 und 1:4. Die Fans hatten ihre Schals hochgehalten, die Spieler den Blick gesenkt.

García Plaza bringt Erfahrung aus fünf Erstliga-Clubs mit, zuletzt führte er Almería in die Segunda. Seine Teams laufen, das passt zur DNA des Klubs, der sich einst über Pressing und Leidenschaft definierte. Ob das reicht, um die Saison noch zu drehen? Die nächsten Gegner heißen Betis, Atlético und Barcelona. Der Kalender zeigt keine Gnade.

Der Sevilla FC spielt nicht nur gegen den Abstieg, er spielt gegen die eigene Geschichte. Vier Trainerwechsel in vier Jahren – das ist keine Taktik, das ist Panik. García Plaza hat neun Spiele Zeit, um aus Panik Plan zu machen. Sonst folgt im Sommer der zehnte Name auf der Liste.