Italienischer fußball: malagò und abete im kampf um den figc-vorsitz

Der italienische Fußball steht vor einem Machtwechsel. Nur noch knapp ein Monat trennt uns vom Abschluss der Kandidaturen und etwas mehr als zwei Monate von der Wahl zum neuen Präsidenten des italienischen Fußballverbands (FIGC). Ein Wettlauf hat begonnen, der die Köpfe heißlaufen lässt und die Zukunft des italienischen Fußballs maßgeblich beeinflussen könnte.

Die kandidaten im duell

Im Zentrum des Kampfes stehen Giovanni Malagò und Giancarlo Abete. Malagò, vom Lega Serie A nominiert, hat bereits die Unterstützung der Mehrheit der Klubs, abgesehen von Lazio Rom unter Claudio Lotito, sichergestellt. Abete hingegen erhielt grünes Licht vom Consiglio direttivo der Lega Dilettanti, von der er Präsident ist, und bezeichnete seine Chancen als gleichwertig denen von Malagò. Doch die Wege scheinen sich zu trennen.

Malagò hat bereits die Mandate einer Mehrheit der Verbände in der Tasche und wird nun sein Programm erarbeiten, um mit frischen Ideen neue Grundlagen zu schaffen. Abete hingegen muss noch einige Tage warten, da die Delegierten, insgesamt 99, ihre Stimme abgeben und sich dabei ausweisen müssen. Er arbeitet parallel an seinem Programm, das sich auf zwei Säulen stützt: die Förderung des Amateurfußballs und systemische Reformen zum Wohle des gesamten italienischen Fußballs.

Die rolle der aic und der trainer

Die rolle der aic und der trainer

Der entscheidende Faktor in diesem Rennen könnte die Associazione Italiana Calciatori (AIC) sein, der Organisation der italienischen Fußballspieler. Mit einem Wahlgewicht von 20 % ist sie nur von der Lega Dilettanti (34%) übertroffen. Zusammen mit den Trainern (10%) bilden sie eine mächtige Wählergruppe von rund 30 %. Die AIC wird in dieser Woche Gespräche mit Malagò und Abete führen, um ihre Position abzuklären. Es gilt als sicher, dass die Spieler Malagò aufgrund seines sportlichen und leitenden Profils schätzen.

Abete hingegen scheint weniger begeistert von der Idee eines ehemaligen Spielers in seiner Nähe zu sein, wie seine Aussage verdeutlichte: „Ein Spielername ist zwar attraktiver und einfacher in der Kommunikation, aber er allein löst nicht die Probleme des Fußballs.“ Die AIC wird sich hingegen nicht aktiv für eine Kandidatur einsetzen, was die Entscheidung noch komplexer macht.

Weitere gespräche und prioritäten

Weitere gespräche und prioritäten

Neben den Gesprächen mit der AIC stehen auch Treffen mit der Lega Pro und der Lega Serie B auf dem Plan. Letztere hat kürzlich eine Versammlung abgehalten und betont die Bedeutung einer soliden Beziehung zur Serie A, insbesondere in den letzten Jahren. Sie werden beide Kandidaten sondieren und eine Liste von Prioritäten vorlegen, um deren Übereinstimmung zu prüfen. Die Zeit drängt, denn der Wettlauf um den FIGC-Vorsitz ist in vollem Gange.

Die Entscheidung wird nicht nur die Führung des italienischen Fußballs prägen, sondern auch die Zukunft des Sports im ganzen Land beeinflussen. Es bleibt abzuwarten, wer am Ende die Oberhand behalten und die Geschicke des italienischen Fußballs lenken wird.