Italienische fußballer: endlich ein tor im wm-qualifikations-dschungel!
Ein Tor. Nur ein Tor. Aber in der WM-Qualifikation 2026 hat es gereicht, um die italienische Fußballnation kurz aufzuatmen. Leo Ostigard vom Genoa hat es geschafft – ein Treffer gegen den Irak, der endlich auch die Serie A in die globale Fußball-Diskussion zurückbringt.

Die premier league dominiert weiterhin
Während die Welt staunt über Messi und Mbappé, scheint die Serie A im Schatten zu stehen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In den ersten 17 Spielen der Qualifikationsrunde trafen Spieler aus der italienischen Liga erst ein Mal. Im Vergleich dazu präsentierte sich die Premier League mit satten 13 Toren, gefolgt von der Championship mit 2, der Bundesliga mit 8 und der Ligue 1 mit 3 (plus einem Tor aus der Ligue 2). Das ist ein Schlag ins Gesicht für den italienischen Fußball und eine Bestätigung des enormen Wertabscheids, den wir in europäischen Wettbewerben hinnehmen müssen.
Es ist ein Teufelskreis. 18 Nationen haben bereits ihre Torfesten im WM-Qualifikations-Tanz gefeiert, bevor Ostigard die Serie A auf die Tanzfläche zog. Der italienische Fußball scheint den Anschluss verpasst zu haben, während andere Ligen die Show stehlen. Erinnern wir uns an die Zeiten, als italienische Mannschaften in Amerika vor den anderen ankamen – eine Ära, die weit hinter uns liegt.
Die Erinnerung an das letzte italienische Tor bei einer Weltmeisterschaft ist schon fast verblasst: der 15. Juni 2014 in Manaus, als Balotelli mit einem wundersamen Flugball den Sieg gegen England perfekt machte. Ein Moment, der in der Ewigkeit der Fußballgeschichte festgehalten ist, aber auch eine schmerzliche Erinnerung daran, wie lange es her ist.
Die Diskrepanz ist eklatant. Während wir in Brasilien noch jubelten, kämpfen wir heute mit der Frage, wie wir den Wert unserer Liga wieder steigern können. Es geht nicht nur um Geld, sondern auch um eine Philosophie, um die Bereitschaft, junge Talente zu fördern und ihnen die Chance zu geben, auf höchstem Niveau zu spielen. Denn wie die Kinder wissen: wer mit den Besten spielt, wird selbst besser.
Die Reise nach Manaus, mit den bunten Vögeln im Amazonas-Regenwald, mag magisch gewirkt haben, aber die Realität ist bitter. Wir sind gefangen im Dschungel, während die Welt an uns vorbeizieht. Die Frage ist nicht, ob wir jemals wieder herausfinden, sondern wann.
