Frankfurt setzt auf jugend: ilicevic könnte schon bald zu den profis stoßen
Eintracht Frankfurt krempelt die Kaderplanung um und setzt verstärkt auf junge Talente aus den eigenen Reihen. Ein Name, der dabei besonders hervorsticht: Niko Ilicevic, ein 15-jähriger Offensivspieler, der dem Frankfurter Nachwuchs angehört und bereits für großes Aufsehen gesorgt hat.

Adi hütter macht nägel mit köpfen: nachwuchs soll in der bundesliga spielen
Neuer Trainer Adi Hütter hat klare Vorstellungen: Er will mittelfristig hintere Kaderplätze der Bundesliga-Mannschaft mit talentierten Nachwuchsspielern besetzen. Ilicevic wird dabei als einer der Kandidaten gehandelt, auf den der Coach „ein Auge werfen wird“. Dass der junge Spieler bereits im Oktober 16 Jahre alt wird, unterstreicht das außergewöhnliche Talent, das in ihm steckt.
Ilicevic ist nicht nur ein begnadeter Fußballer, sondern auch der Neffe des ehemaligen Profis Ivo Ilicevic, der in der Bundesliga für HSV, Nürnberg und Bochum spielte. Seine Entwicklung ist beeindruckend: Bereits im vergangenen Jahr durfte er in einem Testspiel der Profis debütieren, was aufgrund seines jungen Alters zu einer Geldstrafe des DFB führte. Seitdem wurde er bewusst in die U19 hochgezogen und durfte sogar in der Youth League Erfahrungen sammeln.
Was niemand so recht beachtet: Ilicevic spielt seit einiger Zeit nicht mehr gegen Gleichaltrige, sondern wird gezielt an den Profifußball herangeführt. Ob er in der kommenden Saison direkt zum Thema bei den Profis wird, ist zwar unwahrscheinlich, doch die Eintracht will ihn unbedingt in den Männerfußball integrieren.
Die Entscheidung des Vereins, Ilicevic in die U19 hochzuziehen und ihn in der Youth League spielen zu lassen, zeigt, dass die Eintracht fest an sein Potenzial glaubt. Es ist ein Zeichen, dass der Verein bereit ist, junge Talente zu fördern und ihnen die Chance zu geben, sich zu entwickeln.
Neben Ilicevic gibt es weitere Nachwuchsspieler, die in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen könnten. Marvin Dills und Alexander Staff durften zwar kurzzeitig in der Königsklasse ran, doch aufgrund von Personalnot waren ihre Einsätze begrenzt. Elias Baum schaffte lediglich fünf Kurzeinsätze in der Bundesliga und steht möglicherweise vor einem Wechsel.
Die Eintracht verfolgt eine klare Philosophie: Sie will regionale Talente zu Fußballprofis ausbilden. Wenn der Sprung zu den eigenen Profis nicht gelingt, ist die in die Regionalliga aufgestiegene zweite Mannschaft eine Option, oder ein Wechsel zu einem anderen Verein. Noel Futkeu, der bei Greuther Fürth durchbrach, ist ein Beispiel dafür, wie dieser Plan funktionieren kann. Die Eintracht nutzte ihre Rückkaufoption und wird Futkeu voraussichtlich mit Gewinn wieder verkaufen.
„Die Ausbildungsphilosophie trägt Früchte“, betonte Eintracht-Sportdirektor Timmo Hardung. „Seitdem wir die U21 wieder eingeführt haben, konnten wir über 50 Prozent der Spieler zu Profis ausbilden.“ Auch wenn viele nicht in der Bundesliga landen, finden sie ihren Platz in der zweiten oder dritten Liga oder im Ausland.
Die Tatsache, dass die Eintracht-U21 sich in der kommenden Runde in der Regionalliga beweisen muss, ist für die Frankfurter eine willkommene Chance. „Die Jungs bekommen es teils zum ersten Mal mit 27- oder 28-Jährigen zu tun, das ist ein Härtetest“, so Nino Berndroth, Kaderplaner von U17 bis U21. Eine dauerhafte Etablierung in der Regionalliga ist das Ziel, um Adi Hütter genügend Qualität für die hinteren Kaderplätze zur Verfügung zu stellen.
Niko Ilicevic steht für eine neue Generation von Frankfurter Fußballern, die den Verein in den kommenden Jahren prägen könnte. Sein Debüt im Profibereich steht bevor, und die Fans dürfen gespannt sein, welche Rolle er in der Zukunft spielen wird.
