Istanbul rüttelt ex-bosse: elmas und orman in drogen-razzia festgenommen
Die Türkei wacht am Mittwochmorgen mit einem Imageschock auf. Burak Elmas, früherer Präsident von Galatasaray, und Fikret Orman, einstiger Machthaber bei Besiktas, sitzen hinter Gittern. Die Staatsanwaltschaft Istanbul bestätigt: 14 Festnahmen wegen Drogenbesitz und Konsumförderung. Die Beamten klingelten gegen 6 Uhr an 16 Türen, zwei Verdächtige sind noch auf der Flucht.
Was wie eine gezielte Razzia wirkt, ist Teil einer größeren Operation. In den letzten Monaten rollt die Justiz ein Netz über Prominente: Unternehmer, Schauspieler, Models – alle landeten auf der Abschussliste. Die Ermittler werten Chat-Verläufe, Observierungen und verdeckte Käufe aus. Das Ergebnis: Haftbefehle, keine Warnungen.

Die zahlen sprechen laut: 16 verdächtige, 14 zellen, null toleranz
Die Staatsanwaltschaft betont, dass die Beweise „lückenlos“ seien. Wer Drogen nur für den Eigenbedarf lagert, macht sich strafbar – wer sie weiterreicht, erst recht. Die Mindeststrafe liegt bei zwei Jahren, das Maximum bei zehn. Für Elmas und Orman könnte das Ende der Karriere im Management bedeuten, denn der türkische Verband verlangt einen sauberen Leumund.
Die Klubs schweigen bislang. Galatasaray veröffentlichte lediglich ein Statement, das „die Unschuldsvermutung“ betont. Besiktas meldete sich gar nicht. Die Fans diskutieren auf Twitter, ob der Ruf der Süper Lig wieder einmal mehr beschädigt ist. Die Liga selbst fürchtet Sponsorenausstiege – ein Imageschaden in Milliardenhöhe.
Die nächsten Tage entscheiden über U-Haft oder Freilassung. Die Proben sind ins Labor geschickt, Ergebnisse stehen aus. Kommt ein Positiv-Befund, droht der Vorstandsetage ein Nachspiel, das weit über Tokat-Etiketten und Medienrummel hinausgeht.
