Iraola löst slot ab – liverpool drückt nach 500-millionen-sommer den reset-knopf
Liverpool hat genug. Nach einer verkorksten Saison und 500 Millionen Pfund, die im Sommer fast wirkungslos verpufften, trennt sich die Führung von Arne Slot. Andoni Iraola steht in den Startlöchern, um das Ruder auf Anfield zu übernehmen. Der Deal ist so gut wie perfekt.
Warum iraola jetzt und nicht vor zwölf monaten
Die Antwort heißt Richard Hughes. Der Sportdirektor holte den Basken 2023 noch von Rayo Vallecano zu Bournemouth und baut nun erneut auf ihn. Hughes kennt die Zahlen: 18 Ligaspiele ohne Niederlage, erstmals Europa-League-Qualifikation für den Klub, obwohl jeden Sommer der Star-Sturm abwandert. Für Hughes ist klar: Iraola kann Teams ohne Superstar-Budget besser machen. Genau das braucht Liverpool nach dem Exodus von Konaté, Robertson und Salah.
Iraola selbst ließ sich Zeit. Chelsea, Crystal Palace, Milan und Bayer Leverkusen klopften. Er blieb cool. „Ich warte auf das richtige Projekt“, verriet er Mitte April bei seiner offiziellen Verabschiedung aus dem Vitality Stadium. Dort übernahm prompt Marco Rose. Jetzt ist das richtige Projekt da – und es trägt einen roten Anfield-Schriftzug.

Von usurbil zum main stand – eine steile karriereleiter
Der 42-Jährige startete beim zypriotischen AEK Larnaca, schraubte den Cultural Leonesa in die Segunda División, führte Mirandés ins Copa-del-Rey-Halbfinale und verpasste mit Rayo Vallecanoknapp die Champions League. Bei Bournemouth wurde er zum Taktik-Fetisch der Premier League: hohes Pressing, flache Außenverteidiger, Milos Kerkez als Überraschungs-Ass. Genau diese Spielweise will Liverpool wiedersehen – jenseits des verbrauchten Slot-Ballbesitz-Fußballs.
Die Verhandlungen laufen über Nacht. Ein Dreijahresvertrag mit Optionsjahr gilt als Formsache. Die Unterschrift folgt, sobald Slot die restliche Abfindung quittiert hat. Dann steht Iraola vor der größten Herausforderung seiner Karriere: Ein Traditionsklub mit Champions-League-Anspruch, aber ohne Salah-Tore und ohne Linksverteidiger-Speerspitze. Die Botschaft aus der FSG-Zentrale ist unmissverständlich: Rock ’n’ Klopp soll zurückkehren – nur mit baskischem Akzent.
