Spaniens traum vom zweiten titel erhitzt: frankreich jagt mit gleicher quote

Elf Stunden nach dem Anpfiff in Mexiko-Stadt am 11. Juni könnte Spanien wieder ganz oben stehen – oder in der gleichen Position wie 2010: als Pflichtsieg-Favorit im Eröffnungsspiel. Damals war Südafrika der Auftaktgegner, diesmal heißt er Südafrika. Die Parallele ist kein Déjà-vu, sondern ein Startschuss mit Geschichte.

Die wettbüros haben sich entschieden

Versus listet Spanien bei 5,5 – und Frankreich auf exakt demselben Wert. Das war vor sechs Wochen noch undenkbar. Die Quotenkurve zeigt einen steilen Anstieg der Bleus, während La Roja stagniert. Mbappé, Dembélé und Olise bilden das gefährlichste Angriffstrio des Turniers. Drei Spieler, die jeder Verteidigung eine Lücke reißen können, bevor der Gegner überhaupt Luft holt.

Die Gruppe der Franzosen liest sich wie ein Horrorfilm für Außenseiter: Senegal, Irak, Norwegen. Kein Gegner, der in der K.o.-Phase für ein Erdbeben sorgt, aber alle gemeinsam reichen aus, um Frankreich in Form zu bringen. Die Prognose: Platz eins ohne Nervenkitzel.

Englands 60-jahres-jubiläum und der rest des favoritenfeldes

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Thomas Tuchel trägt Englands Hoffnung auf 7,0 bei Versus. Der Bundestrainer mit Champions-League-Erfahrung und einer Generation, die jetzt in ihrer besten Phase steckt. Die Three Lions wollen das Echo von 1966 wiederhallen lassen – und diesmal nicht im eigenen Land, sondern in Kanada, Mexiko und den USA.

Brasilien (9,0) hat mit Ancelotti einen Stratege, der Endspiele gewinnt, nicht nur spielt. Argentinien (9,0) verteidigt den Titel und damit Messis letztes Kapitel. Portugal (9,5) jagt das erste Gold, nicht mit Ronaldo, sondern mit Leão und Felix. Dahinter klafft eine Lücke: Deutschland 15,0 – ein Satz, der Nationalelf-Fans die Sprache verschlägt. Die Oranje 17,0, Norwegen 26,0 und Belgien 34,0 sind Außenseiter mit Story, nicht mit Titelchance.

Die Wettmärkte sprechen eine klare Sprache: Spanien bleibt Maßstab, Frankreich ist zum Greifen nah. Die Frage ist nicht, ob das Finale zwei Gesichter haben wird – sondern welche zwei Gesichter das Rennen machen.