Iran plant wm-coup: mexiko statt usa – fifa blockt ab

Iran will seine WM-Gruppenspiele nach Mexiko verlegen, weil Donald Trump die Sicherheit der iranischen Delegation offen infrage stellt. Die FIFA antwortet mit einem kühlen „Danke, aber nein, danke“.

Mexiko sagt sofort ja, die fifa sofort nein

Der iranische Verbandschef Mehdi Taj postierte am Dienstag auf dem X-Account der Botschaft, dass man „definitiv nicht“ in die USA reisen werde. Grund: Trump erklärte auf Truth Social, er halte die Teilnahme Irans angesichts der Nahost-Explosion „nicht für angemessen“ und könne für ihr Leben nicht garantieren. Claudia Sheinbaum, Mexikos Staatspräsidentin, reagierte innerhalb von Minuten. Auf die Frage, ob ihr Land die Spiele übernehmen dürfe, antwortete sie lapidar: „Ja.“

Die FIFA ließ wenig später durchblicken, dass der Spielplan vom 6. Dezember 2025 in Stein gemeißelt ist. „Wir freuen uns darauf, dass alle Teams wie geplant antreten“, hieß es auf SID-Anfrage. Übersetzt: Keine Verlegung, keine Extrawurst, kein Gezerre.

Trump schickt widersprüchliche signale

Trump schickt widersprüchliche signale

Der Ex-Präsident twittert, die Iraner seien „willkommen“, warnt aber im selben Atemzug vor ihrer Sicherheit. Das Weiße Haus schweigt zu dem Konflikt, das State Department verweist auf „laufende Gespräche“. Die Botschaft: Wer bei der WM 2026 dabei sein will, muss sich den USA stellen – es sei denn, er verzichtet auf das Turnier.

Der asiatische Verband AFC hält trotz Kriegslärm und Raketenregen an der Teilnahme Irans fest. Generalsekretär Windsor John in Kuala Lumpur: „Nach unserem Kenntnisstand wird Iran spielen.“ Es gebe „keine offizielle Absage“, nur „viel Lärm um nichts“.

Spielplan steht, quartier auch

Spielplan steht, quartier auch

Geplant ist Iran in Gruppe D: Los Angeles gegen Neuseeland und Belgien, danach Seattle gegen Ägypten. Das Teamhotel liegt in Tucson, Arizona – 1.200 Kilometer von der mexikanischen Grenze entfernt. Sollte Iran tatsächlich aus Protest passen, wäre es der erste WM-Verzicht eines qualifizierten Teams seit 1950, als Indien wegen FIFA-Regelstreitigkeiten zusagte und dann doch blieb.

Die Uhr tickt. Noch 86 Tage bis zum Eröffnungsspiel in New York. Die FIFA wird nicht nachgeben, Trump wird nicht schweigen und Iran droht mit dem größten Selbstfoul der WM-Geschichte.