Iran droht wm-ausschluss: trumps machtspiel und iraks busdrama verschärfen wm-krise
Die Weltmeisterschaft 2026 rückt näher, doch statt Taktik-Fragen spalten Raketen und Drohnen die Vorbereitung. Iran steht auf US-Abschusslisten, der Irak sitzt im Flugverbot – und FIFA-Präsident Gianni Infantino schweigt, während sich seine eigenen Regularien gegen ihn wenden.
Die Artikel 5 und 7 des FIFA-Reglements sind eindeutig: „ausschließlich die FIFA“ entscheidet über einen Ersatz, sollte eine qualifizierte Nation „zurücktreten oder ausgeschlossen werden“. Die Logik spricht für Asien – und plötzlich rücken die VAE und der Irak in den Fokus. Beide winkt das Ticket, ohne jemals ein WM-Spiel gewonnen zu haben.
Trumps drohung und der iranische gegenangriff
Donald Trump wetterte auf Truth Social: „Iran sollte nicht dabei sein – für ihre eigene Sicherheit.“ Die Reaktion aus Teheran folgte binnen Minuten: „Wir sind sportlich qualifiziert, wer sich aus dem Turnier verabschiedet, sind die USA mit ihrer maroden Sicherheitsgarantie.“ Das Weiße Haus ruderte zurück, versprach „absolute Sicherheit für alle Stars und Fans“, doch der Schaden ist angerichtet. Infantinos Stab wartet ab – und spielt die Zeit, nicht den Ball.

Iraks 2.000-kilometer-bus odert flugverbot
Während Iran um seine Teilnahme ringt, kämpft der Irak ums Anreisen. Das Luftraum-Diktat nach israelischen und iranischen Angriffen lässt kommerzielle Maschinen am Boden. Lösung: ein Konvoi von fünf Luxusbussen, geplant für Freitag, Richtung Amman. Von dort startet eine Charter nach Monterrey – elf Tage vor dem entscheidenden Playoff gegen den Sieger aus Bolivien und Suriname. Plan B: 40 Stunden über Land bis Istanbul – verworfen, weil zu spät.
Graham Arnold, der schottische Coach der „Löwen des Zweistromlands“, klingt schon wie ein Reiseveranstalter: „Wir fahren, solange die Straße offen ist. Flugzeuge? Fehlanzeige.“ Die FIFA prüft, ob das Spiel vom 31. März vorgezogen werden kann – ein Schachzug, der TV-Partnern und Sponsoren die Garantie für 104 statt 101 Partien rauben würde.

Italia schaut zu – und bleibt draußen
Der große Verlierer heißt Italia. Die Squadra Azzurra verpasste die Qualifikation, hoffte auf einen wild card-Trick, doch die Statuten blockieren. Selbst wenn Iran fliegt, winkt kein Platz für Europas Viertplazierte. Die Tränen von Luciano Spalletti trocknen, während in der Wüste Busse starten und Raketen entscheiden, wer in Mexiko spielt.
Am Ende zählen nicht Tore, sondern Diplomatie – und ein Buskonvoi, der vielleicht schon Geschichte schreibt, bevor der erste Ball rollt.
