Iran bei der wm: infantino gibt überraschende zusage

Trotz der angespannten Lage zwischen den USA und dem Iran gibt FIFA-Präsident Gianni Infantino Gewissheit: Die iranische Nationalmannschaft wird „auf jeden Fall“ an der Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten teilnehmen. Eine Ansage, die in der internationalen Fußballwelt für Gesprächsstoff sorgt.

Die sportliche qualifikation steht im vordergrund

Die sportliche qualifikation steht im vordergrund

Infantino betonte auf dem Invest in America Forum der CNBC, dass die Teilnahme des Iran vorrangig eine Frage der sportlichen Qualifikation sei. „Die iranische Mannschaft kommt ganz sicher“, erklärte er. Die Spieler seien motiviert, ihr Land zu vertreten, und hätten sich die Teilnahme verdient. Der FIFA-Chef hatte die Mannschaft erst vor wenigen Wochen in Antalya getroffen und sich von ihrem Engagement beeindrucken lassen.

Doch die politische Dimension darf nicht ignoriert werden. Nach dem Beginn des Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran Ende Februar hatte Teheran zeitweise sogar einen Boykott ins Spiel gebracht und die Austragung der Spiele in den USA abgelehnt. Nun scheint sich die Lage zu beruhigen – zumindest vorübergehend. Die jüngsten Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Islamabad, wenngleich ohne greifbares Ergebnis, könnten ein Zeichen der Entspannung sein.

Es bleibt abzuwarten, ob die Waffenruhe hält und die Sicherheit der Spieler und des Trainerstabs gewährleistet werden kann. Sportminister Ahmed Donjamali hatte deutlich gemacht, dass die Sicherheitspriorität hat. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch beim Nationalen Sicherheitsrat Irans, der unter der Aufsicht des Obersten Führers Chamenei steht. Die FIFA scheint sich jedoch zu rächen, da sie auf die sportliche Qualifikation und die Bedeutung der Teilnahme für das iranische Volk setzt.

Die Gruppe G der WM 2026 sieht folgende Gegner für den Iran vor: Neuseeland, Belgien und Ägypten. Die Spiele finden in Los Angeles und Seattle statt, das Teamquartier ist in Tucson, Arizona, geplant. Ob die Reise für die iranischen Spieler tatsächlich stattfinden kann, hängt von der weiteren Entwicklung der politischen Lage ab. Ein Fußballspiel als Hoffnungsträger in einer turbulenten Zeit – eine ironische Wendung, die zeigt, wie eng Sport und Politik miteinander verwoben sind.