Iniesta sagt marokko ab – der traumjob platzte an der gehaltsfrage

Andrés Iniesta bleibt vorerst arbeitslos. Die marokkanische Fußball-Fédération hatte den spanischen Weltmeister von 2010 bereits intern als neuen technischen Direktor präsentiert – doch am Ende scheiterte alles an der Gehaltsfrage. Eine Enttäuschung, die das ganze Land schockiert.

Die Verhandlungen liefen seit Wochen auf Hochtouren. Iniesta sollte dem marokkanischen Verband nicht nur als Aushängeschild dienen, sondern auch die Talente des Landes auf die WM 2026 vorbereiten. Ein Plan, der bis Dienstagabend noch wie aus einem Märchen klang.

Die gehaltsforderung, die alles stoppte

Die gehaltsforderung, die alles stoppte

Marokko wollte den 40-Jährigen offiziell am Freitag vorstellen – parallel zum neuen Nationaltrainer Lorenzo Maria Napolitano. Interne Notizen an Medienvertreter lagen bereits vor, in denen Iniesta als „sportlicher Leiter der Zukunft“ bezeichnet wurde. Doch dann kam die Absage. Laut Marca verlangte Iniesta eine jährliche Vergütung, die den Etat des Verbands sprengen würde.

Die marokkanische Seite wollte sich nicht öffentlich äußern, um ihr Gesicht zu wahren. Intern herrscht jedoch Frust. Iniesta sollte nicht nur den Nachwuchs coachen, sondern auch die Auswahl des neuen Coaches mitbestimmen und marokkanische Diaspora-Talente in Europa anwerben. Ein Komplett-Paket, das nun in sich zusammenfällt.

Der Zeitpunkt ist brisant. Nach dem überraschenden Rauswurf von Walid Regragui nach der Afrika-Cup-Final-Niederlage sucht Marokko Halt. Die Fans hatten sich auf ein Dream-Team aus Napolitano und Iniesta gefrezt – stattdessen bleibt ein Machtvakuum.

Iniesta selbst schweigt bislang. Sein letzter offizieller Job endete 2023 bei Emirates Club in den UAE. Sein Ziel: eine Rolle, die „Sport und Emotion vereint“. Marokko schien perfekt. Nun bleibt nur ein Fragezeichen.

Der nächste Versuch, ein europäisches Top-Talent auf die Bank zu holen, steht bevor. Doch wer auch immer kommt – er wird nicht Iniesta heißen. Die Lücke bleibt. Und mit ihr die Frage, ob Marokkos Goldene Generation 2026 ohne den spanischen Magier genauso glänzen kann.