Infantino winkt weitblick: südamerika sichert ihm möglicherweise die macht

Ein Machtpaket formiert sich im Weltfußball: Die CONMEBOL, der südamerikanische Fußballverband, hat Gianni Infantino öffentlich seine Unterstützung für eine weitere Amtszeit als FIFA-Präsident zugesichert. Damit geht der Schweizer eine strategische Partnerschaft ein, die seine Position deutlich festigen könnte und ihm den Weg bis 2031 ebnet – ein ambitioniertes Ziel, das die Fußballwelt aufmerksam verfolgt.

Der coup der conmebol: mehr als nur lippenbekenntnis

Die Entscheidung der CONMEBOL, Infantino vorab zu unterstützen, ist alles andere als eine reine Formalität. Sie stellt einen deutlichen strategischen Schachzug dar und könnte andere Verbande dazu bewegen, ebenfalls in die Bresche zu springen. Der einstimmige Beschluss des CONMEBOL-Councils unterstreicht die Bedeutung der Partnerschaft und signalisiert Infantino eine klare Basis für seine Wiederwahl im kommenden Jahr. Alejandro Dominguez, der Präsident der CONMEBOL, lobte Infantinos Engagement für die Entwicklung des südamerikanischen Fußballs und seine globale Führungsrolle – Worte, die mit Bedacht gewählt wurden, um die politische Unterstützung zu untermauern.

Wm 2030: ein deal im hintergrund?

Wm 2030: ein deal im hintergrund?

Doch was steckt wirklich hinter dieser plötzlichen Zuneigung? Beobachter vermuten, dass die Debatte um eine Aufstockung der WM 2030 auf 64 Teams eine entscheidende Rolle spielt. Das Turnier, das gemeinsam in Spanien, Portugal und Marokko ausgetragen wird, soll durch drei Vorrundenspiele in Paraguay, Uruguay und Argentinien eine Hommage an das 100-jährige Jubiläum der ersten WM in Uruguay darstellen. Südamerikanische Vertreter drängen seit längerem auf eine Erweiterung des Turniers, um weitere Spiele auf dem Kontinent ausrichten zu können. Infantino hatte bereits im September des Vorjahres signalisiert, der Idee gegenüber offen zu stehen – ein Zeichen dafür, dass hier ein Deal im Hintergrund schmiedet wird.

Die macht infantinos: ein imperium im wandel

Die macht infantinos: ein imperium im wandel

Gianni Infantino übernahm 2016 das Ruder bei der FIFA und löste damit Joseph Blatter ab. Seitdem hat er seine Machtposition kontinuierlich ausgebaut, insbesondere durch Rekordeinnahmen und eine geschickte Politik der Neuausrichtung. Allerdings stand er in der Vergangenheit auch in der Kritik, insbesondere aufgrund seiner Nähe zu US-Präsident Donald Trump, was zu einer Beschwerde der Organisation Fair Square führte. Doch aus den Reihen der FIFA-Mitgliedsverbände ist kaum Gegenwind zu vernehmen. Die Statutenänderung, die das Council des Weltverbandes vor vier Jahren beschloss, ermöglicht es Infantino, bis 2031 im Amt zu bleiben – eine Machtfülle, die ihm nun durch die Unterstützung der CONMEBOL weiter zementiert wird.

Die Frage ist nicht, ob Infantino wiedergewählt wird, sondern wie deutlich der Sieg ausfallen wird.