Infantino versichert: iran tritt bei wm 2026 an – trotz spannungen!

Vancouver – Die Fußballwelt staunte: FIFA-Präsident Gianni Infantino hat beim jüngsten Kongress des Fußballverbands mit Nachdruck erklärt, dass der Iran bei der WM 2026 teilnehmen wird – und das, obwohl die politische Lage zwischen dem Iran und den USA weiterhin angespannt ist. Ein klares Bekenntnis, das inmitten laufender Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts für Überraschung sorgte.

Die politische gratwanderung der fifa

Infantino betonte bei seiner Rede, dass der Fußball eine verbindende Kraft sei und Menschen zusammenbringen müsse. „Wir müssen vereinen, wir müssen die Menschen zusammenbringen. Fußball vereint die Welt“, so der Schweizer. Seine Aussage wirft jedoch Fragen auf, insbesondere angesichts der Tatsache, dass iranische Vertreter am Kongress in Vancouver fehlten. Präsident Mehdi Tadsch soll bei der Einreise nach Kanada an der Grenze abgewiesen worden sein, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete – ein Vorfall, der die komplizierte politische Lage zusätzlich verkompliziert.

Doch es gibt einen Twist: US-Präsident Donald Trump hatte den Iran bereits im März von einer Teilnahme abgeraten und Sicherheitsbedenken angeführt. Marco Rubio, damals noch Außenminister, wies darauf hin, dass das Problem nicht die Sportler selbst seien, sondern vielmehr die Begleitpersonen. Die FIFA scheint diese Bedenken jedoch zu ignorieren und setzt auf die verbindende Kraft des Fußballs.

Die reise nach los angeles und die vorbereitungen

Die reise nach los angeles und die vorbereitungen

Trotz der politischen Turbulenzen bereitet sich das iranische Nationalteam intensiv auf die WM vor. Cheftrainer Amir Ghalenoei gab bekannt, dass die Mannschaft zehn Tage vor dem ersten Spiel gegen Neuseeland am 15. Juni (Ortszeit) in Los Angeles eintreffen wird. Aktuell befindet sich das Team in einem Trainingslager in der Türkei, wo drei Vorbereitungsspiele geplant sind. Die Gruppe G, zu der auch Belgien und Ägypten gehören, verspricht spannende Duelle.

Es gab Überlegungen, die Spiele in Mexiko auszutragen, dem Co-Gastgeberland. Eine Absage oder ein Ausschluss kämen für Infantino jedoch nicht infrage. Er argumentiert, dass es bereits „genug Probleme“ und „Menschen“ gebe, die die Welt entzweien würden. Der Fußball hingegen besitze „Kraft“ und „Magie“.

Die Entscheidung Infantinos ist ein klares Signal. Die FIFA setzt auf Fußball als Brücke, auch wenn die politische Realität eine andere Sprache spricht. Ob dieser Ansatz aufgeht und die Sicherheit der beteiligten Spieler gewährleistet werden kann, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Die WM 2026 wird ein Turnier voller politischer und sportlicher Spannung werden.