Ilary blasi: so übersteht sie die dauerfeuer-lives von «gf vip»

Milano, 3 Uhr morgens. Während die meisten Zuschauer längst weggedöst sind, sitzt Ilary Blasi noch auf dem Regiestuhl, Make-up verrutscht, Blick klar. Ihr Geheimnis? Keine Wunderdiät, kein Superfood – nur eine Tupperdose mit Salzbrezeln und ein Foto ihrer drei Kinder, das zwischen Autokuebel und Skript klebt.

Koffein statt crash-diät

„Wenn ich um 18 Uhr anfange zu fasten, bin um 23 Uhr nur noch ein Zombies“, sagte sie letzte Woche den Maskenbildnerinnen. Deshalb isst sie um 21 Uhr exakt 30 Gramm Vollkorn-Kekse, getunkt in Espresso. Zucker + Koffein = konstante Glukose, erklärt ihr Ernährungsberater. Die Zahl wirkt: seit Staffel eins hat sie keine Sendung wegen Blackout abgebrochen.

Dahinter steckt eine einfache Regel: keine Regel. Blasi verzichtet auf Trainingspläne à la Hollywood. „Ich laufe drei Mal die Woche 5 km, fertig.“ Kein Crossfit, kein Intervallfasten. Ihr Körper sei kein Start-up, sagt sie lachend, sondern ein italienischer Kleinwagen: „Wenn ich ihn zu sehr trete, springt er nicht schneller, er qualmt nur.“

Das kammer-ritual vor dem sendestart

Das kammer-ritual vor dem sendestart

20:38 Uhr. Die Regie schreitet durch die Gänge, Blasi aber bleibt noch 90 Sekunden in ihrer Kabine. Reihenfolge: WhatsApp-Stimme der Tochter abspielen, an den Ohrläppchen ziehen (Blutandrang), einen Schluck Mineralwasser, dann den Daumen aufs Bild von Bastian drücken – ihr neuer Partner sitzt meist auf der Tribüne der Knicks-Heimspiele, sie auf dem Stuhl von Canale 5. Beide Jobs dauern bis 2 Uhr nachts, beide ticken nach Adrenalin.

Die Quote dankt: Die letzte Folge kratzte an 30 % Marktanteil. Die Konkurrenz schickt inzwischen Stalkercams vor das Studio, um zu klauen, was Blasi trinkt. Antwort: 0,2 l stilles Wasser mit einer Prise Salz – Hausmittel gegen Heiserkeit, seit 20 Jahren dasselbe.

Am Ende zählt nur die Uhr. Um 3:07 Uhr verlässt sie das Studio, Make-up bereits mit Babyöl entfernt. Kein Bodyguard, kein Champagner – nur ein Taxi und der Wunsch, vor Sonnenaufgang zu Hause zu sein. Denn um 7 Uhr klingelt der Wecker wieder, diesmal für die Schule, nicht für die Kamera. Das ist ihr echter Marathon. Und den gewinnt sie ohne Startnummer, nur mit Salzbrezeln und Familienfotos im Handschuhfach.