Ihlenburg verlässt jena: vize-kapitänin zieht es überraschend in die 2. liga

Toma Ihlenburg wird den FC Carl Zeiss Jena nach dieser Saison verlassen – und das, obwohl sie gerade dabei ist, den Klub vor dem Abstieg zu retten. Die 23-jährige Verteidigerin wechselt ablösefrei zu Viktoria Berlin, die in der 2. Frauen-Bundesliga spielt. Ein Schritt, der nicht nur in Jena für Stirnrunzeln sorgt.

Warum ein abstieg in die zweite liga sinn macht

Ihlenburg stand in dieser Saison in allen 22 Bundesliga-Spielen auf dem Platz. Keine andere Jenaerin ist so konstant. In der Defensive hält sie die Fristen zusammen, offensiv zeigte sie beim 4:5 im Pokalhalbfinale gegen Wolfsburg, dass sie auch unter Druck trifft. Ein Wechsel innerhalb der Liga lag nahe. Doch Viktoria Berlin, finanziell gestärkt durch einen US-Investor, bietet mehr als nur Sportliches.

Die Berliner haben den Aufstieg zwar knapp verpasst, aber mit Ihlenburg verpflichten sie eine Spielerin, die in der laufenden Saison mehr Bundesliga-Einsätze vorweisen kann als manche etablierte Erstliga-Profis. Ein Statement. Ein Signal. Und vielleicht auch ein Vorbote dafür, dass Viktoria 2026 wieder oben mitmischen will.

Jena verliert mehr als nur eine kämpferin

Jena verliert mehr als nur eine kämpferin

Mit elf Punkten steht Jena auf dem letzten Platz. Vier Punkte bis zum rettenden Ufer. Das Kellerduell am Samstag gegen Essen wird zur Zitterpartie. Jetzt fehlt auch noch die Vize-Kapitänin, die mit ihrer Ruhe und Präsenz die Mannschaft trägt. „Ich werde bis zum letzten Spieltag alles investieren“, sagt Ihlenburg in der Vereinsmeldung. Klingt nach Abschied ohne Ressentiments. Trotzdem: Wer übernimmt ihre Rolle, wenn die Saison auf der Kippe steht?

Die Entscheidung ist gefallen. Der Countdown läuft. Für Jena heißt es jetzt: Klassenerhalt first, Trauer später. Für Viktoria: Aufbauen mit Bundesliga-Erfahrung. Und für Ihlenburg? Ein Neuanfang, der riskant wirkt – aber vielleicht genau das ist, was ihre Karriere jetzt braucht.