Hürzeler drückt st. pauli im abstiegskampf die daumen

Ein ehemaliger Trainer schickt seine Unterstützung aus der Ferne: Fabian Hürzeler, der aktuelle Coach von Brighton & Hove Albion, hat dem FC St. Pauli im entscheidenden Kampf um den Klassenerhalt seine Daumen gedrückt. Die Worte des 33-Jährigen, veröffentlicht in der Süddeutschen Zeitung, zeigen eine tiefe Verbundenheit zu dem Verein, den er vor seinem Wechsel in die Premier League erfolgreich in die Bundesliga führte.

Die emotionale bindung bleibt bestehen

Die emotionale bindung bleibt bestehen

Hürzeler übernahm den FC St. Pauli im Dezember 2022 und führte die Mannschaft innerhalb von zwei Jahren sensationell zum Aufstieg. Dieser Erfolg, gepaart mit der einzigartigen Atmosphäre am Millerntor, hat offenbar tiefe Spuren hinterlassen. „Alle wissen, was das Millerntorstadion bewirken kann. Die Fans werden hinter dem Team stehen und pushen, wo es nur geht“, erklärte Hürzeler. Er betonte seine enge Beziehung zu Sportdirektor Andreas Bornemann, der ihm die Chance gegeben hatte, sich als Cheftrainer zu beweisen. „Es heißt zwar, dass es im Fußball keine Dankbarkeit gibt, aber zu ihm und dem ganzen Verein spüre ich eine tiefe Verbundenheit. Und das wird sich auch nie ändern.“

Die Situation ist angespannt: St. Pauli geht als Tabellenletzter in den letzten Spieltag und benötigt einen Sieg gegen den VfL Wolfsburg sowie einen Patzer des FC Heidenheim, um die Relegation zu erreichen. Doch Hürzeler glaubt an die Kiezkicker. „Ich werde beide Daumen gedrückt halten“, sagte er.

Ein Blick über den Ärmel: Auch wenn Brighton erst am Sonntag gegen Leeds United spielt, wird Hürzeler das entscheidende Spiel gemeinsam mit Nationalspieler Pascal Groß verfolgen. „Ich glaube, der letzte Bundesliga-Spieltag wird spannend genug, um auch noch ein paar Leute aus ganz anderen Weltregionen vor den Fernseher zu bekommen“, scherzte er auf die Frage, ob sich in England für Spiele des FC St. Pauli Interesse finde. Die Spannung ist greifbar, und die Hoffnung auf ein Happy End für den Traditionsverein am Millerntor lebt – unterstützt von einem ehemaligen Kapitän, der die Farben des Vereins noch immer im Herzen trägt.