Hsv sichert sich wichtigen sieg in frankfurt – verbleib in der bundesliga schon am sonntag möglich!
Ein Knalltrauma für Eintracht Frankfurt: Der Hamburger SV hat mit einem überraschenden 2:1-Sieg in der Frankfurter Fußball Arena einen gewaltigen Schritt in Richtung Bundesliga-Klassenerhalt gemacht. Sollte es am letzten Spieltag zu einem Unentschieden zwischen St. Pauli und Wolfsburg kommen, könnte der HSV bereits am Sonntag die Segel streichen lassen.
Die frankfurter defensive wankt – polzin trifft einen nerv
Die Frankfurter Fans ließen ihre Mannschaft nach dem Spiel lautstark wissen, was sie von der Leistung hielten. Trainer Albert Riera, dessen Ausbruchsdrohungen vor dem Spiel für Aufsehen sorgten, muss sich nun ernsthaft fragen lassen, wie lange er noch das Ruder in Frankfurt übernehmen darf. Seine harsche Kritik an der Presse, verbunden mit dem Begriff „totaler Bullshit“, wirkt angesichts der aktuellen Tabellensituation mehr als unpassend.
Albert Grönbaek (51.) und Fábio Vieira (59.) drehten das Spiel zugunsten der Hanseaten, nachdem Can Uzun (48.) die Hausherren kurzzeitig in Führung gebracht hatte. Dass der HSV, der in den Wochen zuvor mit einer Serie von sechs Spielen ohne Sieg zu kämpfen hatte, so selbstbewusst auftrat, spricht für die taktische Flexibilität von Trainer Merlin Polzin. Seine Entscheidung, den Shootingstar Luka Vuskovic zunächst auf der Bank zu lassen, erwies sich als genialer Schachzug.

Riera am rande des abgrunds – burkardt im fokus der kritik
Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel hatte Riera eine Tirade gehalten, die nicht nur die Presse, sondern auch einzelne Spieler, allen voran Jonathan Burkardt, in Verruf stellte. Der Stürmer, der im Zentrum der von Riera kritisierten Berichterstattung stand, durfte in der Startelf stehen – eine Entscheidung, die viele Fragen aufwarf. Die Pfiffe, die beim Verlesen seines Namens im Stadion ertönten, waren ein deutliches Zeichen des Unmuts der Frankfurter Anhänger.
Die Partie selbst bot, trotz des letztendlichen Sieges des HSV, ein Wechselbad der Gefühle. Während die Hamburger in der Anfangsphase das Spiel diktierten, zeichnete sich lange Zeit ein ausgeglichenes Spiel ab. Die Eintracht erwachte erst gegen Ende der ersten Halbzeit zu ihrem Besten, doch die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Nach dem Seitenwechsel erhöhte der HSV den Druck und belohnte sich mit zwei weiteren Treffern. Rasmus Kristensen sah in der Nachspielzeit die gelb-rote Karte, was die ohnehin angespannte Situation der Frankfurter zusätzlich verschärfte.
Die Sonne schien über der Frankfurter Fußball Arena, doch für die Hausherren dämmert es bereits. Der Kampf um den Europapokal ist in weite Ferne gerückt, und die Zukunft von Trainer Riera ungewisser denn je. Der HSV hingegen kann den Blick nach oben richten – der Verbleib in der Bundesliga scheint näher als je zuvor.
