Hsv mit personalsorgen: kann polzin's mannschaft gegen hoffenheim punkten?

Hamburg – Die Lage im Volkspark ist ernst. Der Hamburger SV muss am Samstag gegen die TSG Hoffenheim nicht nur ohne seinen Kapitän Luka Vuskovic auskommen, sondern auch auf weitere wichtige Spieler verzichten. Ein herber Schlag für Trainer Merlin Polzin, dessen Team in den letzten Spielen deutliche Schwächen defensiv zeigte.

Verteidigung in der krise: verletzungen und sperren treffen den hsv

Die Abwehr des HSV leidet unter einer Reihe von Ausfällen. Neben dem langzeitverletzten Vuskovic, dessen Knieprobleme ihn weiterhin plagen, fehlen Miro Muheim, Yussuf Poulsen und der rotgesperrte Philip Otele. Die vergangenen zwei Partien gegen Stuttgart (0:4) und Bremen (1:3) verdeutlichen die Probleme: sieben Gegentore in zwei Spielen! „Es gilt nicht, traurig zu sein, sondern Lösungen zu finden“, forderte Polzin auf der Pressekonferenz. „Lieber machen als reden.“ Diese Worte unterstreichen den Ernst der Lage und den Willen, sich der Herausforderung zu stellen.

Die Bilanz der letzten neun Spiele ist düster: nur ein Sieg. Mit 31 Punkten sind die Hanseaten nur fünf Punkte vor dem Relegationsplatz und sieben vor einem direkten Abstiegsplatz. Das Restprogramm verspricht keine leichte Kose: Hoffenheim, Eintracht Frankfurt, SC Freiburg und am letzten Spieltag Bayer Leverkusen. Ein harter Brocken für den HSV.

Doch Polzin zeigt sich optimistisch: „Wir können und müssen es besser machen.“ Das Hinspiel gegen Hoffenheim (1:4) sei zwar ein „Debakel“ gewesen, aber das Team sei „voller Euphorie“ für das kommende Spiel. „Wir wollen wieder das richtige HSV-Gesicht zeigen und es wieder schaffen, gegen eine Mannschaft, die nach Europa will. Da haben wir Bock drauf.“

Hoffenheim auf rekordkurs – hsv muss sich wehren

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Die TSG Hoffenheim reist mit 54 Punkten an und hat die Möglichkeit, den eigenen Punkterekord aus der Saison 2016/17 (62 Punkte) zu übertreffen. Die Kraichgauer haben zwar in den letzten fünf Spielen nur fünf Punkte geholt, aber der HSV liegt mit lediglich zwei Punkten noch schlechter da. Die Aufgabe für den HSV ist klar: Gegen eine starke und ambitionierte Mannschaft muss die Defensive stabilisiert und im Angriff mehr Gefahr geschaffen werden. Die fehlenden Spieler werden eine Herausforderung darstellen, aber die Mannschaft muss zusammenhalten und alles geben, um den Klassenerhalt zu sichern.

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für den Hamburger SV. Nur mit einer deutlichen Leistungssteigerung und einer gehörigen Portion Kampfgeist können die Hanseaten ihre Ziele erreichen und den Abstiegskampf erfolgreich beenden. Die Hoffnung stirbt zuletzt – und im Volkspark keimt sie noch, wenn auch nur schwach.