Hsg wetzlar: achtbares comeback im abstiegskampf!

Wetzlar atmete auf! Nach einem zwischenzeitlichen Einbruch hat die HSG Wetzlar im Duell mit dem Bergischen HC einen wichtigen Sieg errungen und ist erstmals seit über fünf Monaten nicht mehr direkt in die Bundesliga-Abstiegsregion gerutscht. Der Jubel in der ausverkauften Arena war ohrenbetäubend – ein klares Signal der Hoffnung in einer nervenaufreibenden Saison.

Turbulente partie mit happy end

Die Anfangsphase gehörte klar dem Bergischen HC, der die Wetzlarer mit einem 1:5-Rückstand in den ersten Minuten völlig überrumpelte. „Wir kamen überhaupt nicht ins Spiel“, räumte Trainer Rúnar Sigtryggsson anschließend ein. Doch die Mannschaft ließ nicht locker und schöpfte aus der Kulisse und der Unterstützung der Fans neue Kraft. Ein beeindruckendes 8:0-Teilstück nach der Pause katapultierte die HSG ins Rampenlicht und entschied die Partie letztlich zugunsten der Mittelhessen für sich.

Justin Müller schwärmte nach dem Spiel von der besonderen Atmosphäre in der Halle: „Wenn die Halle da ist, macht das was mit uns.“ Diese Worte trafen den Nagel auf den Kopf. Die Unterstützung der Fans schien den entscheidenden Ausschlag für die Leistungssteigerung im zweiten Durchgang zu geben.

Schlüssel zum sieg: abwehr und torwart-klasse

Schlüssel zum sieg: abwehr und torwart-klasse

Neben der kämpferischen Wende war auch die verbesserte Abwehrarbeit von entscheidender Bedeutung. Vor allem Andreas Palicka präsentierte sich in Topform und reihte mit elf Paraden Glanzleistung an Glanzleistung. Auch Josip Simic steuerte mit neun Treffern maßgeblich zum Erfolg bei.

Die nächsten Aufgaben werden alles andere als einfach. Die Begegnungen gegen Kiel, Göppingen, Erlangen, den HSV Hamburg und den Tabellenführer Magdeburg werden richtungsweisend sein. Doch mit dem neu gewonnenen Selbstvertrauen und der Unterstützung der Fans scheint der Klassenerhalt plötzlich wieder greifbar. Das Team hat bewiesen, dass es in der Lage ist, auch schwierige Situationen zu meistern. Die Planungen für die 2. Bundesliga können vorerst ruhen – der Fokus liegt auf dem Verbleib in der Bundesliga.