Horner zu aston martin? ralf schumacher warnt: „das wäre der nächste fehler“

Die Gerüchteküche brodelt, doch wer zuhört, hört vor allem eins: Warnungen. Christian Horner, 20 Jahre lang das Gesicht von Red Bull Racing, soll angeblich bei Aston Martin einsteigen – und genau das hält Ralf Schumacher für eine Katastrophe. „Vom Regen in die Traufe“, sagt er im Podcast Backstage Boxengasse. Schonungslos.

Schumacher packt aus: „im fahrerlager hört man wenig gutes“

Der ehemalige Formel-1-Pilot hat seine Quellen. Und die berichten seit Monaten vom selben Bild: Horner habe sich verändert. Erfolg verändert Menschen, klar. Aber bei Horner sei der Schalter umgelegt worden: weg vom Team, hin zur Selbstinszenierung. „Er konzentriert sich mehr auf sich selbst als auf das Team“, sagt Schumacher. Das klingt hart. Ist es auch.

Denn die Konsequenzen sind nicht nur intern. Aston Martin kämpft mit sich selbst, die Saison ist ein einziges Debakel. Mit 0 Punkten nach drei Rennen steht das Team da, wo es nach Lawrence Strolls Ansprüchen nie stehen sollte: am Boden. Jetzt also Horner? Schumacher: „Da müsste man auf Leute von der Uni zurückgreifen, weil niemand aus dem Fahrerlager mitkommen würde.“

Newey und horner – ein traumpaar? eher ein albtraum

Newey und horner – ein traumpaar? eher ein albtraum

Adrian Newey, das technische Genie, soll sich laut Medienberichten wieder nur um die Technik kümmern wollen. Die Teamchef-Position wäre frei. Horner passt da rein – zumindest auf dem Papier. Doch das Papier lügt. Denn zwischen Newey und Horner ist nichts mehr, was Spaß macht. Der Abschied des Briten aus Red Bull 2024 war auch ein Abschied von Horner. „Er möchte unkompliziert seinen Weg gehen“, sagt Schumacher über Newey. Horner wäre das Gegenteil von unkompliziert.

Stattdessen setzt Schumacher auf einen anderen Namen: Jonathan Wheatley. Der Ex-Audi-Teamchef kennt Newey aus gemeinsamen Red-Bull-Jahren, sein Verhältnis ist unbelastet. Wheatley verließ Audi nach nur wenigen Wochen – ein Indiz, dass er bereits weiß, wohin die Reise geht. Aston Martin? Alles spricht dafür.

Horner hingegen steht am Scheideweg. 20 Jahre Red Bull, 13 Weltmeistertitel – das ist eine Bilanz, die niemand wegnehmen kann. Aber manchmal ist der beste Zeitpunkt zu gehen der, an dem alle sagen: jetzt nicht mehr. Für Aston Martin wäre es der nächste Fehler in einer Saison voller Fehler. Und für Horner? Vielleicht der Moment, in dem er merkt, dass Erfolg nicht immer ein Ticket für die nächste Runde ist.