Hoeneß schimpft: wm in den usa wird zum „fiasko“!

Uli Hoeneß, der Ehrenpräsident des FC Bayern München, lässt seiner Kritik an der anstehenden Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko freien Lauf. In einem Gespräch mit der FAZ bezeichnete er das Turnier als „Fiasko für den Fußball“, vor allem aufgrund der astronomischen Ticketpreise.

Der preis für fußball-träume: 2000 dollar für den finalticket

Der preis für fußball-träume: 2000 dollar für den finalticket

Die Ticketpreise sind für Hoeneß der Knackpunkt. Ein Finalticket der „mittleren Güte“ soll zweitausend Dollar kosten – ein Preis, der den ehemaligen Bayern-Boss schockiert. „Ich bin immer für Kommerz im Fußball gewesen, aber nicht in dieser extremen Form“, so Hoeneß. Er lehnt es ab, diese Entwicklung durch den Ticketkauf zu unterstützen.

Was hat die Türkei denn nun verbrochen, dass sie solche Bedingungen hinnehmen muss? Diese Frage stellen viele Fans angesichts der Preispolitik der FIFA. Hoeneß geht sogar so weit, dass er die Reise zur WM ablehnt. Ein Angebot, kostenlos in Florida zu wohnen, während des Turniers, schlug er aus, da er „überhaupt keine Lust“ auf die WM hatte. Die Unterkunft lag – so der Zufall – nur fünf Minuten vom Anwesen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in Mar-a-Lago entfernt – ein zusätzlicher Grund, die Reise zu vermeiden, wie Hoeneß andeutet.

Schon Anfang Mai hatte Hoeneß die Preispolitik der FIFA attackiert und warf ihr vor, sich vom eigentlichen Fußballgeschäft zu entfernen. Er befürchtet, dass das WM-Endspiel in eine ähnliche Richtung wie der Super Bowl abdriftet, wo der kommerzielle Aspekt oft über den sportlichen Wert gestellt wird. „Das WM-Endspiel darf nicht wie der Super Bowl werden“, betonte Hoeneß deutlich.

Die Aussagen des Bayern-Ehrenpräsidenten werfen ein Schlaglicht auf die zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs und die Frage, ob die Leidenschaft des Sports noch hinter den Profitinteressen zurücksteht. Es bleibt abzuwarten, ob die FIFA auf die Kritik reagiert und versucht, die Ticketpreise zu senken oder ob Hoeneß Recht behält und die WM tatsächlich zu einem „Fiasko“ wird.