Hleb schmuggelte wodka ins barça-trainingslager – dalmau packt aus
Aliaksandr Hleb trank Gatorade mit Schuss – mitten in der Vorbereitung auf das Triple-Jahr 2009. Albert Dalmau lieferte den Beweis.
Der belarussische Teuer-einkauf des FC Barcelona war schon damals ein Rätsel. 17 Millionen Euro zahlte der Klub 2008 an Arsenal, weil Hleb mit 130 Premier-League-Einsätzen und 21 Assists wie der ideale Partner für Xavi und Iniesta wirkte. Doch statt Spielverständnis zeigte er im Trainingslager von Sant Joan de Abadesse Kreativität anderer Art.
Die gatorade-flasche enthielt wodka
„Er wusste, dass er in zwei Tagen abfliegt“, sagt Dalmau im Podcast Montiliving. „Die rosa Gatorade-Flasche stand neben seinem Platz. Ich trank einen Schluck – und spuckte aus. Wodka. Reiner Wodka.“ Der damalige U-19-Spieler schaut noch heute verblüfft: „Keiner sagte was. Pep Guardiola war zwei Meter weiter, aber Hleb schien das Risiko zu lieben.“
Der Vorfall passierte eine Woche vor dem US-Trip zur World Football Challenge. Hleb absolvierte noch sieben Testspiele, flog dann nach Stuttgart – und wurde 2009 erstmals verliehen. In 36 Pflichtspielen für Barça blieb Assist-Nummer eins ohne Torbeteiligung. Die Statistik lautet: 0 Tore, 0 Vorlagen, 1 Alkohol-Skandal.

Der transfer war ein fehler – das weiß auch hleb
2020 gestand er im Arsenal-Podcast In Lockdown: „Ich weiß nicht, warum ich unterschrieb. Ich hatte Freunde in London, Wenger vertraute mir, die Fans sangen meinen Namen. Dann stand ich auf Camp Nou und fühlte mich leer.“
Die Zahlen bestätigen den Selbstzweifel. Bei Arsenal: 37 Ligaspiele pro Saison. Bei Barça: 19. Die Karriere ging bergab über Stuttgart, Birmingham, Wolfsburg, bis in die belarussische Premier League. 2020 endete die Reise in der vierten Liga Russlands.
Heute arbeitet Hleb als TV-Experten für Belarus 5. Dalmau spielt noch bei CF Montellà in der katalanischen Tercera. Und die rosa Gatorade-Flasche? Die steht im Museum von Sant Joan – leer, aber mit Geschichte.