Higgins brennt williams nieder – wakelin dreht 2:6-debakel in 10:6-triumph
John Higgins hat im Manchester Central Convention Complex die Arena wieder in einen Hexenkessel verwandelt. Der 51-jährige Schotte stoppte Mark Williams mit 10:8 und schob sich damit in die Viertelfinalrunde der Tour Championship 2026, wo am Freitag Mark Selby wartet.
Century, kollaps, comeback – die achterbahn im norden
Williams legte los wie ein Feuerwehrmann: Break 121, 2:0 – fertig dachte der Waliser. Doch Higgins drehte an der Schraube, riss sechs Frames in Serie herunter und ging mit 6:2 in die Pause. Zurück an den Tischen meldete sich „The Welsh Potting Machine“ mit vier Frames am Stück zurück, schon stand es 7:7. Die Luft roch nach Wendepunkt. Da knallte Higgins mit seinem einzigen Century des Abends – 110 Punkte – die Tür zu und buchte beim 66:1 das 10:8.
Die Statistik lügt nicht: Higgins traf 87 % der Safeties, Williams nur 79 %. In den letzten drei Frames produzierte der Schotte 183 Punkte, sein Gegner gerade mal 35. So entscheiden sich Großturniere – an Kleinigkeiten.

Wakelin schreibt wak-wak-geschichte
Während die alten Giganten sich duellierten, sorgte Chris Wakelin für den Tagessensationsschlag. 2:6 lag der Engländer gegen Wu Yize, bevor er die Schleusen öffnete und acht Frames ohne Antwort nahm – 10:6. Wu schaffte in der kompletten Abendsession nur 183 Punkte, das Break-Höchste blieb bei 28. Wakelin? Der spielte sich mit 92, 87 und 79 warm und trifft nun auf Weltmeister Zhao Xintong. „Ich hab einfach aufgehört, Snooker zu überdenken und angefangen, zu spielen“, sagte er später, die Zigarette im Mundwinkel zitterte mehr als sein Queue.

Trump erwartet hawkins – kalender wird eng
Barry Hawkins fegte Thepchaiya Un-Nooh mit 10:4 beiseite und verdient sich nun ein Duell mit Judd Trump, der bereits am Montag das Achtelfinale buchte. Die Runde der letzten Acht startet am Freitag, Finale ist am Sonntag – für die Spieler wird es körperlich, für die Fans mental.
Die Message von Manchester: Wer schläft, verliert. Und wer wie Higgins noch einmal aufsteht, kann auch 2026 die ganz große Glocke läuten.
